Deutschland

Islamismus: Antisemitische Straftaten auf Höchststand

Beleuchtete Menora vor dem Brandenburger Tor in Berlin an einem Dezembermorgen.
© Getty Images
Die Zahl islamistisch motivierter antisemitischer Straftaten in Deutschland hat einem Bericht der "Welt am Sonntag" zufolge im Jahr 2025 einen neuen Höchststand erreicht.
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Das Bundeskriminalamt (BKA) registrierte demnach im vergangenen Jahr insgesamt 670 Fälle und damit rund sechs Prozent mehr als 2024. Die Zeitung beruft sich auf eine Sonderauswertung der deutschen Bundesregierung für die Grünen-Bundestagsabgeordnete Lamya Kaddor.

Die Taten reichen demnach von Terrorverherrlichung und Beleidigungen über Sachbeschädigungen bis zu schweren Gewalttaten. Insgesamt sind die Fallzahlen laut BKA seit dem Großangriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 stark gestiegen.

Noch im gesamten Jahr 2022 waren demnach lediglich 16 solcher Straftaten erfasst worden. Vom Jahresbeginn 2023 bis zum 6. Oktober registrierten die Behörden 33 Fälle, in der Zeit danach bis zum Jahresende weitere 331. Im Jahr 2024 waren es 631 Fälle.

Schuster spricht von "unerträglichem Niveau"

Der Präsident des Zentralrats der Juden, Josef Schuster, sagte der "Welt am Sonntag", die Bedrohung für Jüdinnen und Juden habe sich "auf einem unerträglichen Niveau" festgesetzt. "Der islamistisch geprägte Judenhass entlädt sich heute ganz offen auf Straßen, an Hochschulen und im Netz."

Die deutsche Bundesregierung will ihre Gegenmaßnahmen verstärken. Ein neu besetzter Beraterkreis des Innenministeriums zur Islamismusprävention soll nach Informationen der Zeitung zum Jahreswechsel Empfehlungen vorlegen.

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