Soziologe

Jean Ziegler im Alter von 92 Jahren gestorben

ABD0085_20190402 - WIEN - ÖSTERREICH: Der Schweizer Soziologe und Globalisierungskritiker Jean Ziegler am Mittwoch, 2. April 2019, im Rahmen eines Interviews mit der Austria Presse Agentur (APA) in Wien. - FOTO: APA/HERBERT NEUBAUER
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Der Schweizer Soziologe Jean Ziegler ist am Mittwoch im Alter von 92 Jahren verstorben.
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Seine Frau bestätigte auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA eine entsprechende Meldung des Westschweizer Radios und Fernsehens RTS. Ziegler kam am 19. April 1934 in Bern zur Welt. Neben seinem Engagement als Nationalrat in der Schweiz dozierte Ziegler als Soziologie-Professor an der Universität Genf. Weiters unterrichtete er auch an den Universitäten Bern, Grenoble und Paris.

Als Präsident der Parlamentariergruppe Schweiz-Dritte Welt war Ziegler ein umtriebiger und umstrittener Volksvertreter, der einen langen Kampf gegen die Banken und die Wirtschaftslobby in der Schweiz und im Ausland führte. Dazu verfasste er zahlreiche Werke, die in mehrere Sprachen übersetzt wurden, wie "Die Schweiz wäscht weißer" (1990) oder "Der Hass auf den Westen" (2009), wie es weiter hieß. Der Genfer saß insgesamt 27 Jahre für die Sozialdemokratische Partei der Schweiz (SP) im Nationalrat.

Nach seinem Rückzug aus der Schweizer Politik setzte der Genfer seine Karriere und sein langjähriges Engagement zugunsten von Entwicklungsländern international fort. Von 2000 bis 2008 war Ziegler Sonderbeauftragter des UNO-Menschenrechtsrats für das Recht auf Nahrung. In der Folge war er Mitglied des Beratenden Ausschusses des Menschenrechtsrats.

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