Protest nach Aussage
Jetzt spricht die Mama, die Stocker die Kinder-Frage stellte
Ein umstrittener Satz von Bundeskanzler Christian Stocker ("Kinderbetreuung ist für mich keine unbezahlte Arbeit") schlägt weiter hohe Wellen. Obwohl der Kanzler seine am Donnerstag in Salzburg getätigte Aussage nach massiver Kritik in einer Aussendung zurückruderte und sich entschuldigte, reißt die Debatte nicht ab. Als Reaktion findet am Montagnachmittag vor dem Bundeskanzleramt ein Frauenstreik des Aktionsbündnisses FRAUEN*Streiken (mitorganisiert von der Frauenring-Vorsitzenden Klaudia Frieben und Elisabeth Klatzer von der Initiative "Fairsorgen") statt.
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Gewessler bietet der Fragestellerin eine Bühne
Nun äußert sich auch Steffi, jene Mutter und Zuschauerin, deren Frage zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf den Salzburger Stocker-Eklat ausgelöst hatte. Grünen-Bundessprecherin Leonore Gewessler veröffentlichte ein gemeinsames Gespräch auf Instagram. Gewessler betonte, sie wolle Steffi eine Plattform bieten, um zu verhindern, dass deren Anliegen "für die familien- und frauenfeindliche Politik der FPÖ herhalten" müsse.
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Kritik an ÖVP: "Sieht die Frauen nicht"
In dem Video erklärt Steffi, sie sei bereits mit "innerlichem Zunder" zu dem Kanzler-Auftritt gegangen, da sie die ÖVP als konservativ empfinde und merke, dass die Partei "einfach die Frauen nicht sieht". Über das mediale Echo sagt sie: "Ich bin so sprachlos gewesen heute in der Früh, dass das so in die Luft gegangen ist einfach. Ich finde es richtig, richtig gut." Denn: "Das Thema betrifft die Hälfte von unserer Bevölkerung in Österreich", so Steffi.
Sie fügt hinzu: "51% der Bevölkerung sind Frauen, sind Mütter, die tagtäglich 365 Tage im Jahr damit konfrontiert sind, teilweise um ihre Existenz kämpfen müssen. Und deshalb finde ich es einfach so wichtig, dass es so aufgeblasen worden ist."
Scharfe Worte gegen Kickl und Appell an die Väter
Deutliche Kritik übt die Mutter auch an FPÖ-Chef Herbert Kickl, der Stocker zuvor eine "Verhöhnung der Mütter" vorgeworfen hatte. Die FPÖ nutze das Thema laut Steffi nur für sich aus. "Die machen selber familienfeindliche, frauenfeindliche Politik. Und wenn sie sich das jetzt auf die Fahnen schreiben, dass sie ach so toll sind – Na! ich hoffe die Leute checken, dass es wieder nur ein ausnutzen ist von dem ganzen Thema und ich find's einfach nicht okay", sagt Steffi.
Abschließend richtet die mutige Mutter einen klaren Appell an die Väter: Sie sollen aufstehen und die Anliegen ihrer Frauen endlich ernst nehmen.
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