Gemeindebau-Tour

Leben im Gemeindebau: Das treibt Mieter zur Weißglut

Mehrere Personen, darunter eine Polizistin, stehen im Gespräch bei einem Info-Event im Freien.
© Stadt Wien/Martin Votava
Viele kleine Ärgernisse können das Zusammenleben im Gemeindebau belasten. Bei der "Respekt gemeinsam sicher"-Tour kamen die häufigsten Probleme auf den Tisch.
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Lärm am Abend, freilaufende Hunde, Müll oder kleine Mängel im Stiegenhaus. Bei der heurigen "Respekt gemeinsam sicher"-Tour standen jene Probleme im Mittelpunkt, die im Alltag in Wiener Gemeindebauten immer wieder für Ärger sorgen. Rund 450 Bewohner nutzten die sieben Termine zwischen April und September für Gespräche und Beratung. Wegen der Resonanz soll die Initiative von Wiener Wohnen, dem Nachbarschaftsservice wohnpartner und der Grätzlpolizei fortgesetzt werden.

"Immer, wenn Menschen respektvoll miteinander umgehen und aufeinander Rücksicht nehmen, steigt nicht nur die Wohn-, sondern auch die Lebensqualität", sagt Wohnbaustadträtin Elke Hanel-Torsch (SPÖ). Die Tour soll deshalb nicht nur über die Hausordnung informieren, sondern auch konkrete Unterstützung direkt in den Wohnhausanlagen bieten.

Lärm war häufigstes Thema

Am häufigsten kamen Beschwerden über Lärm zur Sprache. Dabei ging es vor allem um laute Musik, Gespräche in Innenhöfen oder auf Balkonen sowie laufende Fernseher in den Abendstunden. Auch nicht angeleinte Hunde auf Grünflächen und liegen gelassener Müll beschäftigten die Bewohner.

Die Ordnungsberater von Wiener Wohnen nahmen zudem konkrete Mängel auf. Dazu gehörten etwa ausgefallene Beleuchtungen in Stiegenhäusern oder ungepflegte Grünflächen. Auch Nachpflanzungen bei Hecken und die Reinigung verschmutzter Außenbereiche wurden angestoßen.

Beratung zu Hitze und Betrugsmaschen

Mehrere Personen, darunter Polizei und Organisator:innen, unterhalten sich im Freien am Ernest-Bevin-Hof.
Wohnbaustadträtin Elke Hanel-Torsch und BV Peter Jagsch besuchen die Gemeindebautour 2026 im Ernest-Bevin-Hof. © Stadt Wien/Martin Votava

Während der Sommermonate spielte auch die Hitze in den Wohnungen eine Rolle. Die Teams informierten darüber, wie Räume möglichst kühl gehalten werden können und welche erleichterten Möglichkeiten es seit heuer für Klimaanlagen in Gemeindebauwohnungen gibt. wohnpartner beriet außerdem zu sozialen, finanziellen und wohnbezogenen Fragen.

Die Grätzlpolizei war bei allen Terminen dabei. Bewohner konnten unter anderem Hinweise zu Verkehrsübertretungen einbringen und sich über Einbruchsschutz sowie aktuelle Betrugsmaschen informieren. Über Pinnwände und eine Wunschbox wurden außerdem Anregungen und Verbesserungsvorschläge für die jeweiligen Anlagen gesammelt.

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