Sohn spricht nicht
Mit diesem Tattoo verleiht eine Mutter ihrem Kind eine Stimme
Hunter aus Kanada kann nicht sprechen und kommuniziert normalerweise mit einem elektronischen Gerät. Als dieses eines Tages nicht richtig funktionierte, wollte seine Mutter ihm trotzdem ermöglichen, seine Wünsche auszudrücken.
Die Idee für das Tattoo entstand bei einem Restaurantbesuch. Hunters Gerät lud nicht richtig, also versuchte Jessica, ihm das Alphabet aufzuschreiben. Doch der Junge nahm selbst einen Stift und schrieb "Q W E R T Y" – die erste Reihe einer englischen Tastatur.
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Jessica vervollständigte das Layout. Später ließ sie sich die komplette Tastatur auf den Unterarm tätowieren.
Als sie ihrem Sohn das frische Tattoo zeigte, griff Hunter nach ihrem Arm und begann sofort zu tippen. Seine ersten Worte waren "Mama" und "Ich liebe dich, Mama".
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Tattoo wird zum Ersatz für sein Gerät
Das Tattoo erwies sich schon bald als praktische Alternative. Als Hunters elektronisches Kommunikationsgerät später kaputtging, nutzte er den Arm seiner Mutter, um ihr mitzuteilen, welche Orte er besuchen wollte.
Dabei tippte er laut seiner Mutter auch Wörter, die sie ihn zuvor noch nie auf diese Weise hatte schreiben sehen.
Auf Jessicas Arm befinden sich neben den Buchstaben auch Tasten für "Ja" und "Nein", ein lachender Smiley sowie eine "Ich liebe dich"-Taste.
Millionen sehen seine Geschichte
Ein Video, das Hunter bei der Nutzung des Tattoos zeigt, wurde auf Facebook mittlerweile mehr als zwei Millionen Mal angesehen. Jessica Fletcher schrieb dazu, sie würde ihrem Körper "tausend Narben geben", wenn sie ihrem Sohn dadurch mehr Möglichkeiten zur Kommunikation geben könne.
Mit ihrer Geschichte möchte die Kanadierin vor allem auf ein Missverständnis aufmerksam machen: Nur weil ein Mensch nicht sprechen kann, bedeutet das nicht, dass er nicht denken oder kommunizieren kann.
"Das größte Missverständnis, das ich ausräumen möchte, ist, dass nicht sprechen zu können bedeutet, nicht denken zu können", sagt Fletcher.
"Kommunikation ist ein Menschenrecht"
Warum sie sich für die ungewöhnliche Lösung entschieden hat, erklärt die Mutter deutlich: Technologie könne ausfallen – Kommunikation dürfe davon nicht abhängig sein.
"Ich finde, ihn auf Technologie zu beschränken, wenn Technologie versagen kann, ist nicht fair ihm gegenüber, denn Kommunikation ist ein Menschenrecht", sagt Fletcher.
Dass das Tattoo für manche ungewöhnlich aussehen mag, ist ihr egal. Für sie zählt nur, dass ihr Sohn damit eine weitere Möglichkeit hat, sich auszudrücken.
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