Koalition

ÖVP macht bei Fußfessel Druck

Ein Mann im blauen Anzug spricht gestikulierend an einem Rednerpult im Parlament.
© APA/HELMUT FOHRINGER
Nach dem Terroranschlag am Rande des Christopher Street Days (CSD) in Berlin nimmt nun auch die politische Diskussion in Österreich über den Umgang mit Gefährdern Fahrt auf.
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ÖVP-Klubobmann Ernst Gödl machte am Freitag Druck, die Verwendung einer Fußfessel für potenzielle Attentäter einzuführen. Diesen Vorschlag werde man in Gesprächen mit den Regierungspartnern SPÖ und NEOS einbringen, kündigte er in einer Pressekonferenz an.

Ein Mann im blauen Anzug steht vor einer Holzvertäfelung und schaut zur Seite.
ABD0103_20260708 - WIEN - ÖSTERREICH: Ernst Gödl (ÖVP) am Mittwoch, 8. Juli 2026, anl. einer Sitzung des Nationalrats im Parlament in Wien. - FOTO: APA/HELENA ECKEL © APA/HELENA ECKEL

"Die Fußfessel für Gefährder halte ich für richtig", so Gödl, der auch Sicherheitssprecher seiner Fraktion ist. Daher werde man - auch im Hinblick auf den Anschlag in Berlin - den Rechtsbestand ändern. Ein erster dahin gehender Schritt sei bereits die Messenger-Überwachung gewesen. Die Fußfessel für Gefährder sei daher eine "logische Fortentwicklung" im Vorgehen gegen Terrorismus.

Auch ein GPS-Armband, wie es Justizministerin Anna Sporrer (SPÖ) erwähnt hatte, kann sich Gödl im Bereich der Gefährder vorstellen: "Auch das wäre aus meiner Sicht ein gangbarer Weg." Derartige Maßnahmen hätten "nichts mit genereller Überwachung zu tun". Tatsächlich handle es sich nur um wenige Fälle.

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