Versprechen
Selenskyj: Ukraine bereit zu begrenzter Waffenruhe
"Das heißt, wir werden keine Angriffe auf Energieanlagen durchführen - auf den gesamten Energiesektor, auf alles", sagte Präsident Wolodymyr Selenskyj nach einem Treffen mit US-Präsident Donald Trump am Rande der UNO-Generaldebatte am Dienstag in New York. Er habe mit Trump über eine Waffenruhe im Energiesektor sowie über Wege zur Beendigung des Krieges gesprochen.
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Der Vorschlag werde von den USA an die russische Seite übermittelt. Zuvor hatte Kremlsprecher Dmitri Peskow den Vorschlag unter Verweis auf eine angestrebte umfassende Friedensregelung bereits abgelehnt. Zugleich betonte Selenskyj, dass Trump ihn nicht darum gebeten habe, auf Angriffe unter anderem auf die Ölindustrie in Russland zu verzichten. Vor einigen Tagen hatte der US-Präsident steigende Dieselpreise in den USA auf ukrainische Attacken gegen russische Raffinerien zurückgeführt.
Selenskyj hofft auf Kriegsende vor dem Winter
"Ich hoffe, dass wir diesen Krieg beenden werden, und Präsident Trump wird uns dabei helfen. Ich denke, wir müssen dies so schnell wie möglich tun, am besten noch vor dem Winter", sagte Selenskyj. Selenskyj bekräftigte, er sei bereit zu einem trilateralen Treffen mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin und Trump. Er hoffe, dass die USA einen Weg finden würden, Moskau zu Verhandlungen jeglicher Art zu bewegen.
Er dankte Trump außerdem für die Unterzeichnung des von Senator Lindsey Graham initiierten Gesetzes, das US-Sanktionen gegen Russland erheblich verschärfen könnte. Von US-Seite nahmen auch Trumps Sonderbeauftragte Steve Witkoff und Jared Kushner an dem Treffen teil.
Keine Zusagen für neue Patriot-Lieferungen
Bei dem knapp einstündigen Gespräch seien auch zusätzliche US-Lieferungen von Patriot-Flugabwehrraketen von Selenskyj angesprochen worden, gab der ukrainische Präsident den Gesprächsinhalt wieder. "Eigentlich gibt es keine Antwort, wissen Sie, wenn man mit Spitzenpolitikern über heikle Themen spricht. Sie können entweder 'Ja' oder 'Nein' sagen. Das Gute daran ist, dass niemand 'Nein' gesagt hat." Zwar sei Washington bereit zu helfen, aber habe dennoch keine konkrete Antwort gegeben.
Die ukrainische Flugabwehr kann seit Wochen mangels Fluglenkkörpern für Patriotsysteme russische ballistische Raketen nur noch selten abfangen. Russische Luftschläge gegen Lagerhallen, Energieanlagen und zuletzt auch große Stahlproduzenten und Industriebetriebe schädigen die ukrainische Wirtschaft zusehends. Die Ukraine wehrt sich seit Februar 2022 gegen eine großangelegte russische Invasion.
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