Hiobsbotschaften

Trump steckt in schwerer Doppelkrise fest

US-Präsident Donald Trump
© EPA
Neben dem Iran-Konflikt gerät US-Präsident Donald Trump nun auch wegen der heimischen Wirtschaft massiv unter Druck. Ein neuer Arbeitsmarktbericht sorgt für Entsetzen.
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Drei Monate vor den US-Zwischenwahlen am 3. November gerät Präsident Donald Trump neben dem unpopulären Iran-Krieg massiv unter innenpolitischen Druck. Ein überraschender Arbeitsmarktbericht sorgt für Entsetzen: Statt eines versprochenen Jobwunders gingen im Juli 23.000 Stellen verloren, zudem wurden die Daten für Mai und Juni um insgesamt 103.000 Jobs nach unten revidiert. Die gesunkene Arbeitslosenquote auf 4,1 Prozent ist lediglich darauf zurückzuführen, dass 264.000 entmutigte Menschen ihre Jobsuche abbrachen. Trumps Popularität ist dadurch auf Tiefstwerte gefallen.

Belastung durch Krieg und Zölle

Trumps Politik bremst die Wirtschaft spürbar. Der Iran-Krieg treibt Benzin-, Transport- und Energiekosten nach oben. Gleichzeitig belasten Handelskonflikte mit Einfuhrzöllen von 10 bis 12,5 Prozent auf Waren aus 60 Ländern die Unternehmen und lassen die Verbraucherpreise steigen.

KI und Arbeitskräftemangel

Zusätzlichen Druck erzeugen gesellschaftliche Sorgen vor Arbeitsplatzverlusten durch Künstliche Intelligenz sowie verschärfte Abschiebungen und geringere Zuwanderung, die den Mangel an Arbeitskräften in Branchen wie Landwirtschaft, Bau und Gastronomie verschärfen.

Reaktionen und Schönrednerei

Während Politikprofessor Scott Erb gegenüber "Bild" von einer "echten Schwäche der US-Wirtschaft" spricht und Trump vorwirft, die Lage schönzureden, verbreitet das Weiße Haus Optimismus. Wirtschaftsberater Kevin Hassett sprach trotz allem von "starken Zahlen" und nannte bizarre Gründe wie das Ende der Fußball-WM als Erklärung für den unerwarteten Jobverlust. Im anstehenden Kongresswahlkampf droht diese Entwicklung den Republikanern massiv zu schaden.

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