Starker Sommer
Urlauber-Ansturm: Italien so beliebt wie noch nie
Im Juli 2026 wurden nach Angaben des Tourismusministeriums mehr als vier Millionen Übernachtungen und rund eine Million Ankünfte mehr registriert als im Vorjahresmonat. Die Zahl der Übernachtungen stieg insgesamt um 4,4 Prozent. Bei den italienischen Gästen betrug das Plus 2,3 Prozent, bei ausländischen Gästen 6,0 Prozent.
Auch bei den Ankünften wurde ein deutlicher Zuwachs verzeichnet. Sie nahmen insgesamt um 4,5 Prozent zu, getragen von einem Plus von 3,8 Prozent bei italienischen und 5,1 Prozent bei ausländischen Gästen. Sowohl Hotels (+2,5 Prozent) als auch andere Beherbergungsbetriebe (+6,7 Prozent) legten zu. Damit setzte sich die positive Entwicklung des ersten Halbjahres fort. Von Jänner bis Juni stiegen die Übernachtungen um 4,9 Prozent und die Ankünfte um 4,4 Prozent.
Durchschnittliche Preise gesunken
Auch für die Monate Juli und August wird ein deutlicher Anstieg ausländischer Touristen erwartet. Nach Angaben des Studienzentrums des Industrieverbands Confindustria und des Touristikerverbands Federturismo nimmt deren Zahl in den beiden wichtigsten Sommermonaten um 8,3 Prozent zu.
Für die gesamte Sommersaison vom 15. Juni bis 15. September liegt die durchschnittliche Auslastung der auf großen internationalen Online-Reiseportalen angebotenen Unterkünfte bei 58,9 Prozent. Das sind 10,8 Prozentpunkte mehr als im Vorjahr. Gleichzeitig seien die durchschnittlichen Preise gesunken. Für August wird eine Auslastung von 58,5 Prozent erwartet, während sie in der Ferragosto-Woche, der Hauptferienwoche um den 15. August, auf 65,4 Prozent steigt.
Alpine Regionen und Küsten besonders beliebt
In der Ferragosto-Woche erreicht die Auslastung in den Bergen 78,4 Prozent, an den Küsten 74,3 Prozent und an Seen 71,9 Prozent. Städte mit Kunst- und Kulturangeboten kommen auf 56 Prozent. Gerade diese Kategorie verzeichnete mit einem Plus von 13,9 Prozentpunkten gegenüber 2025 den stärksten Zuwachs.
Besonders gut entwickeln sich alpine Regionen, der Nordosten Italiens und die Inseln. Sardinien kommt auf eine Auslastung von 63,4 Prozent, Venetien auf 63,3 Prozent und Sizilien auf 63,0 Prozent. Es folgen Friaul-Julisch Venetien (62,7 Prozent), die Emilia-Romagna (60,7 Prozent) und die Marken (60,3 Prozent).
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Italiens Tourismusminister Gianmarco Mazzi führt die Entwicklung unter anderem auf Maßnahmen zur Digitalisierung, zur Förderung des Ganzjahrestourismus, zur Verbesserung der Zugänglichkeit und auf verstärkte Werbung für Italien zurück. Italien werde von Touristen inzwischen als das sicherste Reiseziel Europas wahrgenommen, sagte Mazzi. Der Tourismus beschränke sich nicht auf Juli und August, sondern finde mittlerweile das ganze Jahr über statt.
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