Post betreibt weiteren Ausbau mittels Partnern

Ärger

144.000 Post-Kunden beschweren sich

Die Beschwerden über Mängel nahmen 2009 um 30 Prozent zu. Die Erklärung der Post: Die Beschwerdenummer wird eben immer bekannter.

Im vergangenen Jahr haben sich mehr als 144.000 Postkunden beschwert, weil sie mit der Brief- oder Paketzustellung unzufrieden waren. Damit haben die Beschwerden gegenüber 2008 um 30 Prozent zugenommen, wie das ORF-"Mittagsjournal" am Donnerstag berichtete. Die Post begründet den Anstieg der Beschwerden damit, dass die Telefonnummer des Post-Kundenservice immer bekannter wird.

Verspätung
Der häufigste Anlass für Beschwerden seien verspätete Briefe und Pakete, wurde ein Post-Sprecher im "Mittagsjournal" zitiert. Der zweite Hauptgrund: Gelbe Abholscheine im Briefkasten, obwohl der Adressat meint, er sei doch zu Hause gewesen. Insgesamt gab es im Vorjahr beim Post-Kundenservice 84.000 Beschwerden über Briefsendungen, 43.000 über Paketzustellung und 8.600 über das Filialnetz. Das geht aus einer parlamentarischen Anfragebeantwortung von Infrastrukturministerin Doris Bures (SPÖ) an den SPÖ-Abgeordneten Johann Maier hervor.

Geheimer Bericht
Die Zahlen stammen aus dem an sich geheimen Post-Universaldienstbericht. Wie viele Beschwerden es über Probleme mit den neuen Postpartnern gab, geht aus diesem Bericht nicht hervor, solche Beschwerden gebe es auch kaum, heißt es von der Post. Mit konkreten Zahlen wird das heute aber nicht belegt.

Darüber, wie viele Briefe und Pakete im Vorjahr bei der Post verloren gegangen sind, konnten oder wollten vorerst weder die Post AG noch die Post-Regulierungsbehörde oder das Infrastrukturministerium gegenüber dem ORF Auskunft geben.