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2009: Das Jahr der großen Preisschlacht

Die Konsumenten können sich freuen. Im Vergleich zum Vorjahr kosten Lebensmittel und viele andere Waren um bis zu 35 Prozent weniger. Die großen Lebensmittelketten bringen immer mehr günstige Produkte auf den Markt. Ein Ende des Preiskriegs ist nicht in Sicht.

35 Prozent Rabatt bei Obst und Gemüse für Billa-Vorteilscard-Besitzer am gestrigen Samstag, bis zu 10 Prozent Dauerpreisreduktion bei den ohnehin schon verbilligten s-Budget-Produkten bei Spar, minus zehn Prozent bei Massenwaren wie Zucker, Kaffee oder Fruchtsaft beim Diskonter Hofer.

Immer mehr Produkte bleiben dauerhaft billiger

In Österreich vergeht kein Tag mehr, an dem nicht eine der großen Lebensmittelketten die Preise ganzer Produktgruppen senkt, selbstverständlich begleitet von einem nicht zu überhörenden Rühren der Werbetrommeln. Ein Ende der Preisschlacht ist noch lange nicht in Sicht. Hans Regner, stellvertretender Direktor der Rewe-Diskontkette Penny: „Wir werden unsere langfristige Strategie der nachhaltig günstigsten Preise Österreichs noch sehr lange aufrechterhalten.“

Diesem Ansinnen will Spar-Boss Gerhard Drexel nicht tatenlos zusehen. „Wir haben seit März bei mehreren Hundert unterschiedlichen Artikeln die Preise dauerhaft gesenkt. Und wir werden unsere Preise auch weiterhin täglich jenen der Konkurrenz anpassen, denn wir wollen unseren Kunden die gleiche günstige Einkaufsmöglichkeit bieten wie die Diskonter.“ Die Folge: Immer mehr Produkte bleiben dauerhaft billiger. Penny hat die Preise von 215 Artikeln, rund einem Viertel des Gesamtsortiments, seit Anfang Jänner gesenkt.

Boom der Eigenmarken drückt auf Preisniveau

Bei Spar hat man ebenfalls bei mehreren Hundert Waren an der Preisschraube gedreht. Lidl hat die Preise von 200 Artikeln preisgesenkt und Zielpunkt-Boss Johann Schweiger hat gleich bei 700 Produkten die Preise auf das Niveau des Diskonters Hofer gedrückt. Der kontert mit Dauertiefstpreisen bei Zucker & Co. Bei Obst und Gemüse dürfen sich die Konsumenten im Vergleich zum Juli 2008 um fast 50% günstigere Preise freuen.

Gleichzeitig mit der Preisschlacht erlebt Österreichs Handel einen Boom der Eigenmarken. Spar-Boss Drexel: „Wir konnten heuer die Umsätze bei unseren kostengünstigen Eigenmarken um 10 Prozent erhöhen.“ Ein Phänomen, das auch Penny-Manager Reger registriert: „Mit Eigenmarken können wir unseren Kunden nicht nur günstige Preise bieten, sondern uns auch von Mitbewerbern unterscheiden.“

Einkaufsvorteile gehen direkt an Konsumenten

Möglich ist die Preisschlacht durch gegenüber dem Vorjahr deutlich gesunkene Einkaufspreise des Handels. Hofer-Chef Friedhelm Dold: „Wir werden alle Einkaufspreisvorteile als Preissenkungen an unsere Kunden weitergeben. Wir haben erst in den letzten Wochen unsere bekannt günstigen Preise nochmals zum Teil drastisch reduzieren können.“