Arbeitslosenquote in Griechenland auf neuem Hoch
"Das ist ein besorgniserregendes Zeichen für die griechische Wirtschaft, da der private Konsum mehr als 70 Prozent des griechischen Bruttoinlandsprodukts ausmacht", sagte der IHS Global Insight-Analyst Diego Iscaro. Zum Vergleich: In der Euro-Zone lag die Arbeitslosigkeit im Jänner bei 9,9 Prozent. Das ist nach Angaben der EU-Statistikbehörde Eurostat der höchste Stand seit Oktober 1998.
Die griechische Regierung zog unterdessen eine positive Bilanz ihrer Sparanstrengungen und will nun internationale Glaubwürdigkeit zurück gewinnen. Trotz aller Bemühungen verschlechterten sich die Finanzierungsbedingungen für den hoch verschuldeten Mittelmeerstaat erneut. Am Mittwoch wollen nun internationale Experten Feinheiten des EU-Hilfspaketes beraten.
"Es gibt bereits sehr positive Entwicklungen", sagte der griechische Finanzminister Papakonstantinou in einem TV-Interview. "Unsere Steuereinnahmen sind um acht Prozent gestiegen. Die Staatsausgaben wurden um zehn Prozent reduziert". Griechenland hatte neben der Mehrwertsteuer unter anderem auch die Abgaben auf Benzin und Tabak erhöht. Zugleich wurden Gehälter gekürzt und für Beamte ein Einstellungsstopp verhängt.
"Wir sind zuversichtlich, dass wir bis Ende des Jahres unsere Ziele erreichen werden", unterstrich Papakonstantinou. Griechenland hat derzeit rund 300 Mrd. Euro Schulden und ist mit einem Staatsdefizit von gut 13 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) der größte Schuldensünder unter den 16 Euro-Staaten. Ziel ist, das Defizit noch in diesem Jahr auf 8,7 Prozent zu drücken.
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