Meinl Bank hatte auf Abberufung gedrängt

Für 60 Mio. Euro

Atrium und Meinl Bank streben Vergleich an

Damit will man sich die eingebrachte Sammelklage vom Hals schaffen

Atrium, Nachfolgegesellschaft der Meinl-Immobilienfirma Meinl European Land (MEL), will sich die in den Niederlanden eingebrachte Sammelklage vom Hals schaffen und hat einem Vergleich zugestimmt. Auch die Meinl Bank ist mit im Boot. Gemeinsam nehmen die Firmen rund 60 Mio. Euro in die Hand. Geschädigte Anleger sollen zwischen 1,5 und 70 Prozent ihres Schadens ersetzt bekommen.

10.000 Anleger betroffen
Die Firmen gehen von rund 10.000 betroffenen Anlegern aus, wie sie am Dienstagnachmittag mitteilen. Am Vergleich können alle teilnehmen, die bis 21. Juni 2014 eine Klage eingebracht oder sich dem Meinl-Strafverfahren als Privatbeteiligte angeschlossen haben.

Atrium und die Meinl Bank wollen auch jene Kunden, die der Prozessfinanzierer Advofin vertritt, zum Vergleich bewegen. Advofin winkte aber in einer ersten Reaktion gegenüber der APA bereits ab. Der Prozessfinanzierer vertritt mehr als 5.000 Anleger mit einem Schadensvolumen von 200 Mio. Euro.