Modellvielfalt und Infrastruktur für Kunden wichtig

Hybrid & Co

Wenig Interesse an Autos mit Alternativ-Antrieb

Laut einer aktuellen GfK-Umfrage halten nicht einmal 30 % der Befragten einen Umstieg auf umweltfreundlichere Fahrzeuge für notwendig. 70 % können sich allerdings vorstellen, ein solches Fahrzeug "unter bestimmten Voraussetzungen zu kaufen", 20 % wären sogar bereit, mehr dafür zu bezahlen.

Die Umfrage bei 500 Österreichern hat ergeben, dass knapp zwei Drittel der Bevölkerung über Hybridfahrzeuge gut informiert sind. Mit 84 % wissen doppelt so viele Männer wie Frauen, dass ein Hybridfahrzeug ein Auto mit einem Elektro- und einem Diesel- oder Benzinmotor ist.

Knapp ein Drittel der Bevölkerung hat von dieser Technologie jedoch falsche Vorstellungen, sechs Prozent der Österreicher können mit dem Begriff Hybridfahrzeug überhaupt nichts anfangen. Ältere wissen über diese Technologie besser Bescheid als Jüngere. Zehn Prozent finden die Diskussion um den Klimaschutz "generell übertrieben" und lehnen diese Fahrzeuge ab.

"Das Bewusstsein für die Notwendigkeit neuer Technologien zum Klima- und Umweltschutz ist in den Köpfen der Menschen noch nicht ausreichend verankert" so GfK-Expertin Martina Jesch. Außerdem sei die Technologie aus der Sicht vieler Konsumenten noch nicht weit genug entwickelt. Für 60 % der Befragten sei noch kein ausreichendes Angebot am Markt vorhanden, 40 % meinen, diese Fahrzeuge seien technisch noch nicht ausgereift.

Wichtige Voraussetzungen für den Kauf eines Hybrid- oder Elektrofahrzeugs sind für 73 % der Befragten preislich attraktivere Modelle, ein flächendeckendes Versorgungsnetz an Ladestationen (71 %) und insgesamt eine größere Auswahl an Modellen mit dieser Antriebsart (57 %).