Beschäftigung in deutscher Industrie steigt weiter

Die deutsche Industrie beschäftigt so viele Mitarbeiter wie seit neun Jahren nicht mehr. Die Zahl stieg im September um 27.000 oder 0,5 Prozent auf knapp 5,3 Millionen, teilte das Statistische Bundesamt am Freitag mit. "Das ist der höchste Stand seit 2005, als die Statistik in dieser Form begann", hieß es. Die Aufträge der Industrie waren zuletzt gestiegen, ebenso die Exporte.

Angesichts der anziehenden Konjunktur rechnen die meisten Experten im kommenden Jahr mit einer Fortsetzung des positiven Trends. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) wird dann nach Prognose der Wirtschaftsweisen mit 1,6 Prozent viermal so schnell wachsen wie 2013. Die Zahl der Erwerbstätigen soll deshalb insgesamt um rund 250.000 auf den Rekordstand von 42,1 Millionen steigen.

Am stärksten erhöhte sich im September die Zahl der Mitarbeiter in der Fahrzeugindustrie mit 1,7 Prozent, gefolgt von den Herstellern von Gummi- und Kunststoffwaren mit 1,1 Prozent. In der Metallbranche gab es dagegen einen Rückgang von 1,1 Prozent, bei den Herstellern von Datenverarbeitungsgeräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen von 0,2 Prozent.

Die Zahl der geleisteten Arbeitsstunden legte um 4,0 Prozent auf 683 Millionen Stunden zu. Allerdings zählte der Monat diesmal einen Arbeitstag mehr als 2012. Die Verdienste lagen bei rund 19,1 Milliarden Euro, was einer Steigerung von 3,6 Prozent entspricht. In der Statistik werden nur Betriebe mit mindestens 50 Beschäftigten geführt.

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