Börse Tokio schließt nahezu unverändert

Der Aktienmarkt in Tokio hat am Mittwoch mit leichten Verlusten geschlossen. Der Nikkei-Index für 225 führende Werte fiel um 14,72 Punkte oder 0,1 Prozent auf 15 328,56 Punkte. Der breit gefasste Topix sank um 0,88 Punkte oder ebenfalls 0,1 Prozent auf 1272,39 Einheiten.

Händler begründeten den minimalen Rückgang hauptsächlich mit Gewinnmitnahmen nach den steigenden Kursen vom Vortag. 708 Kursgewinnern standen 860 -verlierer gegenüber. Unverändert notierten 157 Titel.

Japan steuert seiner Zentralbank zufolge nach Jahren fallender Preise und sinkender Wirtschaftsleistung auf ein Ende dieser Abwärtsspirale zu. Die Deflation könne in absehbarer Zeit überwunden werden, sagte der Vize-Gouverneur der japanischen Notenbank, Hiroshi Nakaso. Allerdings schwächelten weiterhin die Exporte, warnte Nakaso. Über Jahre hinweg lähmte die Deflation die Konjunktur der weltweit drittgrößten Volkswirtschaft nach den USA und China. Angesichts steigender Löhne und Gehälter wagen japanische Unternehmen nun aber wieder, verstärkt höhere Preise für ihre Waren durchzusetzen. Eine Deflation ist wegen ihrer Gefahren für die Konjunktur gefürchtet, auch die EZB beugt vor. In Japan ist der Weg zu der dort angestrebten Inflationsrate von zwei Prozent allerdings erst zur Hälfte geschafft, wie Notenbank-Vize Nakaso betonte. Mit dieser Äußerung signalisierte er, dass die Zentralbank weiter an ihrer äußert lockeren Geldpolitik festhält. Nakaso bekräftigte die Prognose der Bank of Japan, dass die Marke von zwei Prozent im kommenden Jahr erreicht werde. Derzeit liegt die Teuerungsrate bei 1,4 Prozent.

Branchenseitig mussten Finanzunternehmen heute Verluste hinnehmen. Aplus Financial fielen auf 154,00 Yen mit minus 3,14 Prozent und Japan Exchange sank auf 2.367,00 Yen mit minus 1,95 Prozent.

Versicherer hingegen gingen mit Gewinnen aus dem Handel. T&D Holdings notierten bei 1.291,50 Yen mit plus 2,09 Prozent und Marine Holdings verbuchten ein Plus von 0,74 Prozent auf 3.336 Yen.

Die Panasonic Corporation hat bekannt gegeben, dass sie den "Power Supply Container" als vom Unternehmen entwickeltes Einzelgerät-Photovoltaik-Energiepaket in einer staatlichen Grundschule auf Karimunjawa Island (Indonesien) installiert hat. Panasonic wird sich weiter bemühen, eine stabile Stromversorgung auch in Gebieten ohne Elektrizität zu ermöglichen, Ersatzstromquellen an Orten einzurichten, die häufigen Stromausfällen ausgesetzt sind, sowie im Katastrophenfall verbesserte soziale Unterstützung inklusive Notstromquellen zur Verfügung zu stellen. Zuletzt standen die Titel von Panasonic bei minus 0,21 Prozent.