Die Stromrechnung zeigt künftig gleich auf der ersten Seite "unübersehbar" den Verbrauch und den Rechnungsbetrag.
Neu ist der direkte Hinweis auf den Tarifkalkulator – damit wird aus der Rechnung ein einfacher Wegweiser zum günstigeren Stromtarif.
- Direkter Hinweis zum Tarifkalkulator inkl. Sofortwechselmöglichkeit
- Mehr Transparenz über den aktuellen Tarif (Die Rechnung zeigt künftig deutlicher, welchen Tarif man hat und ab wann ein Wechsel möglich ist.)
- Alle wichtigen Infos auf der ersten Seite einfach dargestellt (Die neue Musterrechnung der E-Control stellt vor allem gleich auf der ersten Seite alle zentralen Informationen dar, die Kundinnen und Kunden wissen müssen, allem voran und unübersehbar den Verbrauch und den Rechnungsbetrag.)
„Mit dem Billigstromgesetz machen wir es jetzt leichter, die Stromrechnung zu senken. Auf der neuen Rechnung sieht man sofort, wo man den eigenen Tarif vergleichen und einen günstigeren Anbieter finden kann. So kann man oft mehrere hundert Euro im Jahr sparen. Deshalb mein Appell: Tarif prüfen, Anbieter vergleichen und wechseln! Das dauert nur wenige Minuten, wirkt aber sofort,“ so Energieminister Wolfgang Hattmannsdorfer.
„Die neue Stromrechnung soll das Leben leichter und das Sparen einfacher machen. Herzstück ist der klare Hinweis auf den Tarifkalkulator - ein smarter Wegweiser, mit dem man in wenigen Schritten einen günstigeren Anbieter finden kann. Wer vergleicht, kann mehrere hundert Euro im Jahr sparen und damit die eigenen Energiekosten spürbar senken,“ so Energiestaatssekretärin Elisabeth Zehetner.
„Kundinnen und Kunden müssen ihre Stromrechnungen verstehen können. Dieses Thema beschäftigt die E-Control seit vielen Jahren. Entsprechend viel Energie haben die Expertinnen und Experten in unserem Haus jetzt in die Entwicklung der Musterrechnungen gesteckt, die wir auf Basis des neuen Elektrizitätswirtschafts-Gesetzes als Leitfaden für die Lieferanten erstellen konnten.“, so die beiden Vorstände der E-Control Alfons Haber und Michael Strebl.
Hohe Strompreise: Wifo fordert Strommarktreform
Laut Wirtschaftsforschungsinstitut Wifo sind hohe Strompreise auch das Ergebnis des steigenden CO2-Preises. Denn obwohl erneuerbare Energien kaum laufende Kosten verursachen, würden die Kosten für CO2-Zertifikate fossiler Kraftwerke den einheitlichen Großhandelspreis in die Höhe treiben. Dabei sei der CO2-Preis klimapolitisch grundsätzlich sinnvoll, das Forschungsinstitut schlägt daher eine teilweise Entkoppelung von CO2- und Strompreisen vor.
"Hohe Strompreise sind für Österreich ein doppeltes Problem: Sie schwächen die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie und erschweren die Dekarbonisierung", so Bernhard Kasberger, Wifo-Ökonom und Professor an der Johannes Kepler Universität Linz. Die Elektrifizierung, also der Umstieg auf strombasierte Technologien, ist dann besonders lohnend, wenn Strom deutlich günstiger als Gas, Öl oder fossile Treibstoffe ist.
Entkoppelung soll Strompreis dämpfen
Das Wifo plädiert daher für eine Reform des europäischen Strommarktes: Konkret soll ein Schwellenwert festgelegt werden, etwa 100 Euro je Megawattstunde (MWh). Liegt der markträumende Preis darüber, sollen erneuerbare Kraftwerke nicht mehr den vollen Preis erhalten, sondern den Marktpreis abzüglich eines fixen Abschlags, der den CO2-Kostenanteil abbildet, beispielsweise in Höhe von 28 Euro/MWh. Fossile Kraftwerke erhalten weiterhin den vollen Marktpreis. Der Schwellenwert sollte so gewählt werden, dass erneuerbare Kraftwerke trotz des Abschlags profitabel bleiben. Die Höhe des Abschlags könnte fix oder an den aktuellen Preis für CO2-Zertifikate gekoppelt sein.