Der dramatische 4:3-Sieg gegen Real Madrid hat für den FC Bayern ein Nachspiel. Nach einem Innenraumsturm einiger Fans im Stadion und verletzten Fotografen ermittelt nun die UEFA gegen den Verein.
Freitag wurde bekannt, dass der FC Bayern München nach dem Einzug ins Halbfinale möglicherweise mit Konsequenzen durch die UEFA rechnen muss. Nach dem entscheidenden 4:3-Siegtreffer durch Michael Olise (90.+4) stürmten Fans in den Innenraum der Allianz Arena, um vor der Südkurve mit der Mannschaft zu jubeln. Dabei wurden mehrere Fotografen überrannt, wobei zwei Medienvertreter verletzt worden sein sollen. Die Fan-Dachorganisation "Club Nr. 12" entschuldigte sich bereits offiziell für die Vorfälle.
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Vier schwere UEFA-Vorwürfe
Die Liste der Vorwürfe im eingeleiteten Disziplinarverfahren ist lang. Die UEFA wirft dem Verein die "Störung durch Zuschauer" sowie die "Blockierung öffentlicher Wege" vor. Zudem geht es um das "Werfen von Gegenständen". Ein weiterer Punkt betrifft ein gezeigtes Anti-UEFA-Banner, was der Verband als "Übermittlung einer für eine Sportveranstaltung ungeeigneten Botschaft" wertet.
Wiederholte Probleme mit Fans
Es ist nicht das erste Mal in dieser Champions-League-Saison, dass die Münchner Fankurve für Schlagzeilen sorgt. Bereits im Jänner blieb die Südkurve beim Heimspiel gegen Union Saint-Gilloise leer, nachdem die UEFA zuvor wegen Pyrotechnik-Vergehen eine Teilsperre verhängt hatte. Nun drohen dem deutschen Rekordmeister nach den erneuten Vorfällen am Mittwoch weitere empfindliche Strafen durch den europäischen Verband.