Was für ein Radsport-Krimi in den Alpen! Der Italiener Tommaso Dati hat sich am Montag den Auftakt der Tour of the Alps in Innsbruck gesichert. Während zwei Österreicher lange auf eine Sensation hofften, schnappte sich der Youngster den Sieg im Zielsprint.
Der Italiener Tommaso Dati (Team Ukyo) hat am Montag die erste Etappe der Tour of the Alps über 144 Kilometer rund um Innsbruck für sich entschieden. In einem packenden Zielsprint nach 3:21:35 Stunden verwies er den britischen Top-Star und Mountainbike-Olympiasieger Thomas Pidcock sowie den Deutschen Florian Stork auf die Plätze. Bester Österreicher im Feld war Rainer Kepplinger (Bahrain), der als zeitgleicher 44. über die Ziellinie rollte.
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Zangerle und Dirnbauer im Rampenlicht
Lange Zeit sah es nach einer rot-weiß-roten Sensation aus. Emanuel Zangerle (Team Vorarlberg) und Josef Dirnbauer vom Nationalteam prägten gemeinsam mit dem Deutschen Tobias Nolde als Ausreißer-Trio das Renngeschehen. Das Trio setzte sich bereits nach acht Kilometern ab und hielt den Vorsprung tapfer, bis das Feld im Finale ernst machte. Nolde fiel 28 Kilometer vor dem Ziel zurück, Dirnbauer musste fünf Kilometer später am Anstieg abreißen lassen.
Österreich-Solo bis kurz vor das Ziel
Emanuel Zangerle kämpfte als letzter Mohikaner der Fluchtgruppe verbissen gegen das heranrollende Hauptfeld. Erst 5,2 Kilometer vor dem Zielstrich wurde sein Solo beendet. Josef Dirnbauer gestand im ORF-Interview, dass ihm beim zweiten Anstieg Richtung Götzens die Kräfte ausgingen, zeigte sich aber dennoch zufrieden mit der Leistung. Für das Nationalteam sei es das erklärte Ziel gewesen, Präsenz in der Spitzengruppe zu zeigen – eine "Aufwärmübung" für die kommenden Tage.
Vorschau auf die Königsetappen
Nach dem packenden Start in Tirol zieht der Tross weiter Richtung Süden. Die zweite Etappe führt am Dienstag von Telfs über 147,5 Kilometer nach Martell in Südtirol. Während die beiden heimischen Flieger Zangerle und Dirnbauer nach ihrer Kraftanstrengung Plätze jenseits der Top 80 belegten, hoffen die heimischen Kletterer nun auf den nächsten Abschnitten auf ihre Chance im Hochgebirge.