Nach dem bitteren Viertelfinal-Aus in der Champions League geht der FC Barcelona in die Offensive. Die Katalanen legten bei der UEFA erneut Beschwerde gegen die Schiedsrichter-Leistungen ein.
Die Wut in Barcelona sitzt tief. Wie der Verein am späten Donnerstagabend offiziell mitteilte, sieht sich der spanische Tabellenführer in den Duellen gegen Atletico Madrid massiv benachteiligt. Der Klub ist der Ansicht, dass in beiden Spielen mehrere Schiedsrichterentscheidungen getroffen wurden, die schlichtweg nicht den Spielregeln entsprachen. Obwohl Barca das Rückspiel in Madrid mit 2:1 für sich entscheiden konnte, reichte dies nach der 0:2-Pleite im Hinspiel nicht für den Aufstieg.
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Zwei Rote Karten und VAR-Frust
Besonders bitter stießen den Katalanen die Unterzahl-Situationen auf. In beiden Partien beendete Barcelona das Spiel mit nur zehn Mann: Im Hinspiel sah Pau Cubarsi Rot, im Rückspiel am Dienstag traf es Eric Garcia. Der Klub moniert eine fehlerhafte Regelauslegung und ein unzureichendes Eingreifen des Video-Schiedsrichterassistenten (VAR) in eindeutig wichtigen Situationen. Ein vermeintlicher Treffer zum 3:1 im Rückspiel wurde wegen Abseits aberkannt – laut offiziellen Quellen zwar zurecht, für Barca ist es dennoch ein Teil des frustrierenden Gesamtbildes.
Keine Änderung am Ergebnis angestrebt
Interessant ist das Ziel der Beschwerde. Die Katalanen wissen, dass ein nachträglicher Einzug ins Halbfinale am grünen Tisch utopisch ist. Man strebe keine nachträgliche Korrektur des Ergebnisses an, hieß es aus dem Verein. Vielmehr geht es dem Traditionsklub, bei dem mit David Alaba (auch wenn dieser bei Real spielt, ist die spanische Liga in Österreich stets im Fokus) immer wieder Österreicher-Bezüge mitschwingen, um bessere Schiedsrichter-Leistungen in der Zukunft.
Barca will Zeichen setzen
Schon nach dem Hinspiel hatte Barcelona eine erste Beschwerde bei der UEFA eingereicht. Dass nun nachgelegt wurde, unterstreicht die Ernsthaftigkeit der Vorwürfe. Für den aktuellen Tabellenführer der spanischen Meisterschaft geht es ums Prinzip. Die UEFA muss sich nun zum zweiten Mal innerhalb kürzester Zeit mit den Vorwürfen aus Barcelona auseinandersetzen, während Atletico bereits für die nächste Runde plant.