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Der Streit um die ÖIAG geht in die nächste Runde

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Bei der gestrigen ÖIAG-Aufsichtsratssitzung wurden noch keine Beschlüsse über die weitere Zukunft der Staatsholding gefasst. Aufsichtsrat und ÖVP wollen Holding stärken, die SPÖ hingegen ist für eine Auflösung.

Der Streit um die ÖIAG wird noch länger dauern. Die SPÖ verlangt die Auflösung der Staatsholding, ÖVP und ÖIAG-Aufsichtsrat wollen sie stärken.

Aufsichtsratschef Peter Mitterbauer fordert, dass die ÖIAG auch die Staatsanteile an ÖBB, Verbund und Asfinag übernimmt. Führende ÖVP-Politiker haben ebenfalls exakt diesen Vorschlag gemacht.

Die SPÖ will das Gegenteil

Die Unternehmensbeteiligungen könnten auch von Ministerien verwaltet werden. Dazu brauche es keine ÖIAG mit Peter Michaelis an der Spitze, dessen Jahresgage noch dazu 700.000 Euro ausmacht, heißt es. Und dass der Verbund unter das Dach der ÖIAG kommen soll, sei angesichts des Debakels rund um den AUA-Notverkauf eine gefährliche Drohung, sagt SP-Finanzstaatssekretär Andreas Schieder.

OMV erhöht Kapital

Derzeit verwaltet die ÖIAG die Staatsanteile an der Post (52,8 Prozent), der Telekom Austria (28,4 Prozent) und der OMV (31,5 Prozent). Der Anteil am Ölkonzern könnte aber bald wegen einer Kapitalerhöhung (bei der die ÖIAG nicht mitzieht) auf 25 Prozent sinken. Die OMV plant den Ausbau des Türkei-Geschäfts und will das mit frischem Kapital finanzieren.

Junghans geht

Bei der gestrigen ÖIAG-Aufsichtsratssitzung wurde mobilkom-Betriebsratschef Werner Luksch als neues Mitglied gewählt. AUA-Betriebsratschef Alfred Junghans scheidet nach dem Verkauf der Airline an die Lufthansa aus.

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