E-Control meldet: Strombedarf legte um 2,6 Prozent zu, Gasnachfrage sogar um 8,8 Prozent. Heimische Erzeugung rückläufig, deutlich mehr Importe nötig. PV-Boom hielt an, Windkraft schwächte ab.
In Österreich ist im abgelaufenen Jahr sowohl bei Strom als auch bei Gas mehr verbraucht worden als noch 2024. Wie die Regulierungsbehörde E-Control am Freitag mitteilte, stieg der Strombedarf im Gesamtjahr 2025 um 2,6 Prozent auf 66,75 Terawattstunden (TWh). Noch deutlicher fiel das Plus beim Gas aus: Hier kletterte die Abgabe an Endkunden um 8,8 Prozent auf 80,9 TWh. Gleichzeitig ging die heimische Erzeugung in beiden Bereichen zurück, was zu steigenden Importen führte.
Während der Verbrauch anzog, sank die inländische Stromerzeugung im Jahresvergleich um 10,6 Prozent auf rund 73,3 TWh. Wasserkraft deckte dabei gut die Hälfte der Produktion ab, Wärmekraftwerke steuerten knapp ein Viertel bei. Ein gemischtes Bild zeigte sich bei den Erneuerbaren: Während die Erzeugung aus Windkraft um 7,6 Prozent zurückging, lieferten Photovoltaikanlagen dank des starken Ausbaus um 28,3 Prozent mehr Strom und erreichten bereits einen Anteil von 13,4 Prozent an der Gesamtproduktion.
Stromimporte legten kräftig zu
Die Lücke zwischen sinkender Erzeugung und steigendem Bedarf wurde durch den grenzüberschreitenden Handel geschlossen. Die Stromimporte wuchsen 2025 kräftig um 36,0 Prozent auf rund 25,7 TWh an, während die Exporte um knapp 16 Prozent sanken.
Ein unterschiedliches Bild zeigte der Dezember 2025: Während der Stromverbrauch im Monatsvergleich um 2,9 Prozent auf 6,27 TWh zulegte, gab es beim Gas einen leichten Rückgang von 1,1 Prozent. Aufs ganze Jahr gesehen überwog beim Gas jedoch der deutliche Anstieg der Nachfrage. Die heimische Gasförderung war indes um 7,8 Prozent rückläufig. Die österreichischen Gasspeicher waren Ende Dezember mit rund 64,2 TWh weniger stark gefüllt als im Vorjahr, als noch knapp 80 TWh lagerten. Der Importsaldo lag im Jahresvergleich um 5,1 Prozent über dem Wert von 2024.