Grünes Licht für die Übernahme von der Wettbewerbsbehörde. Der Großteil der Standorte soll künftig von selbstständigen ADEG Kaufleuten geführt werden.
Grünes Licht für die REWE Group Österreich! Die Bundeswettbewerbsbehörde (BWB) und der Bundeskartellanwalt haben heute die geplante Übernahme von 20 Unimarkt-Standorten unter Auflagen freigegeben. Der Großteil der Märkte liegt in Oberösterreich. Damit ist eine zentrale regulatorische Voraussetzung erfüllt, um ehemaligen Unimarkt-Mitarbeiter:innen eine Zukunftsperspektive zu geben und die Standorte in das Netzwerk von ADEG, BILLA und PENNY zu integrieren – vorbehaltlich des Abschlusses der weiteren Rahmenbedingungen.
Marcel Haraszti, Vorstand REWE International AG
"Nachhaltige Lösung in Nahversorgung"
„Unser Ziel ist es nun, gemeinsam mit starken Kaufleuten und engagierten Teams nachhaltige Lösungen für die Nahversorgung zu schaffen. Mit ADEG, BILLA und PENNY verfügen wir über starke Formate, mit denen wir auch in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten Standorte betreiben, Arbeitsplätze erhalten und die Versorgung der Menschen in den Regionen langfristig absichern können. Gleichzeitig freuen wir uns, möglichst vielen bisherigen Unimarkt-Mitarbeiter:innen eine stabile Perspektive zu bieten und ihnen eine Zukunft innerhalb der REWE Group zu ermöglichen“, betont Marcel Haraszti, Vorstand der REWE International AG.
Der überwiegende Teil der Märkte soll künftig von selbstständigen Kaufleuten unter der Marke ADEG weitergeführt werden. Damit soll insbesondere in Oberösterreich die wohnortnahe Versorgung in vielen Gemeinden langfristig gesichert und Arbeitsplätze erhalten werden.
Brian Beck, BILLA Vorstand Großhandel und Kaufleute, ergänzt: „Regionale Nahversorgung ist keine Selbstverständlichkeit. ADEG spielt hier eine Schlüsselrolle und ist in hunderten Gemeinden Österreichs ein wichtiger Lebensmittelversorger. Die geplante Integration der Unimarkt-Standorte leistet daher einen essenziellen Beitrag, um die Versorgung vor allem in ländlichen Regionen nachhaltig abzusichern.“
Auch PENNY sieht in der bevorstehenden Integration eine wichtige Chance, Arbeitsplätze zu sichern und die Nahversorgung, insbesondere Oberösterreich, weiter zu stärken.
Weiteres Verfahren
Der Abschluss der Übernahme erfolgt nach finaler Einigung mit den Vertragspartner:innen, der Erfüllung aller notwendigen Bedingungen für die Umsetzung der Transaktion sowie der Umsetzung der Übergabeprozesse. Die REWE Group steht dazu in engem Austausch mit allen Beteiligten. Auf Basis der Freigabe der Wettbewerbsbehörden werden die nächsten Schritte gesetzt, um die Übernahme geordnet und rasch abzuschließen. Über den Zeitplan wird informiert, sobald alle Voraussetzungen erfüllt sind.
In Oberösterreich fest verankert
In Oberösterreich betrifft die geplante Übernahme insgesamt 13 Standorte. Davon sollen – vorbehaltlich des erfolgreichen Abschlusses aller Rahmenbedingungen – mehrere Standorte von selbstständigen Kaufleuten als ADEG Märkte geführt werden, während weitere Standorte in das Netz von BILLA bzw. PENNY integriert würden. In der Steiermark sind fünf und in Niederösterreich zwei weitere Standorte zur Übernahme vorgesehen.
Die REWE Group ist in Oberösterreich fest verwurzelt und prägt die Nahversorgung maßgeblich. Mit insgesamt rund 5.600 Mitarbeiter:innen, darunter 250 Lehrlinge, ist das Unternehmen einer der größten privaten Arbeitgeber im Bundesland. Das Filialnetz umfasst 160 BILLA Märkte, 46 PENNY Filialen, 75 BIPA Standorte sowie 40 ADEG Märkte. Mit der geplanten Integration zusätzlicher Unimarkt-Standorte soll diese regionale Präsenz weiter ausgebaut werden.