Acht Prozent des BIP kommen aus dem Tourismus

Deutsche Alpen-Urlauber am liebsten in Österreich

Rund 70 % der Deutschen, die im Alpenraum urlauben, kommen nach Österreich. Zu diesem Ergebnis kommt eine ÖHV-Analyse der Ankünfte aus 1998 bis 2008. Auf den Rängen folgen die Schweiz mit 15,3 % und Südtirol mit 15 %. Während die Schweiz klar an Südtirol verloren hat, hielt Österreich seinen Marktanteil stabil.

Die Österreichische Hoteliervereinigung (ÖHV) hat analysiert, wie sich Österreichs Tourismus im internationalen Vergleich entwickelt hat. Untersucht wurden die Ankünfte aus den wichtigsten Quellmärkten, Österreich, Schweiz, Italien, Deutschland, Niederlande, Frankreich, Großbritannien und USA.

Auch die niederländischen Gäste machen im Alpenraum am liebsten Urlaub in Österreich: 76,4 % der niederländischen Alpenurlauber kamen im vergangenen Jahr nach Österreich, 19,4 % in die Schweiz, nach Südtirol nur 4,4 %.

Die britischen Touristen reisen traditionell in der Alpenregion am häufigsten in die Schweiz. Österreich liegt aber mittlerweile gleichauf mit der Schweiz, so die ÖHV. Die französischen Touristen fahren am liebsten in die Schweiz, gefolgt von Österreich. Der Rückgang aufgrund der ÖVP/FPÖ-Regierung konnte trotz zwischenzeitlicher Steigerungen nicht mehr aufgeholt werden.

Das Lieblingsreiseziel der US-Bürger in der Alpenregion sei die Schweiz, so die Touristiker. Aufgrund der Dollarabwertung gebe es jedoch starke Einbrüche auf allen europäischen Märkten - das Ankunfts-Minus liegt bei 25,5 %.

Der BIP-Anteil von rund 8 % zeige den hohen Stellenwert des Tourismus für Österreichs Wirtschaft, so die ÖHV. In der Schweiz liege der BIP-Anteil mit 2,9 % deutlich darunter, in Italien macht er rund 2 % aus und in Deutschland 1,1 %.