Dienstleister der Eurozone beenden Wachstumspause

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Die Dienstleister in der Eurozone wachsen nach eineinhalbjähriger Pause wieder. Der Einkaufsmanagerindex stieg im August um 0,9 auf 50,7 Punkte zu, teilte das Markit-Institut am Mittwoch zu seiner Umfrage unter tausenden Unternehmen mit. Das Barometer liegt damit wieder über der Marke von 50 Zählern, ab der es Wachstum signalisiert.

"Die Erholung der Eurozone entfaltet eine immer größere Spannbreite, immer mehr Sektoren und Länder finden aus der Rezession heraus", sagte Markit-Chefvolkswirt Chris Williamson. Zuvor hatte die Industrie bereits die größten Produktionszuwächse seit über zwei Jahren vermeldet.

Ein kräftiges Wachstum ist den Forschern zufolge in der Eurozone allerdings nicht in Sicht. Markit rechnet im laufenden dritten Quartal lediglich mit einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts von 0,2 Prozent. Im Vorquartal hatte es ein Plus von 0,3 Prozent gegeben, womit die längste Rezession in der Geschichte der Währungsunion endete.

Die Anzeichen für eine zunehmende Erholung hätten sich verdichtet, sagte Williamson. Allerdings habe sich der Stellenabbau fortgesetzt. Die Europäischen Zentralbank dürfte deshalb ihre Zinsen "in der näheren Zukunft nicht steigern".

Das Markit-Barometer, dass die Entwicklung von Industrie und Dienstleister zusammenfasst, stieg um einen auf 51,5 Zähler und kletterte damit auf den höchsten Stand seit gut zwei Jahren.

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