Markit - Eurozone auf dem Weg in die Rezession

Trotz der noch guten Lage in Deutschland laufen die Geschäfte der Dienstleister in der Eurozone so schlecht wie seit über einem halben Jahr nicht mehr. Der Einkaufsmanagerindex fiel um 0,2 auf 46,7 Zähler, wie das Markit-Institut mitteilte.

Mit dem achten Rückgang in den vergangenen neun Monaten entfernte sich das Barometer weiter von der 50-Punkte-Marke, ab der Wachstum signalisiert wird. Lediglich die deutschen Dienstleister hielten sich darüber.

Da sich auch die Industrie im Abschwung befindet, bewegt sich die Eurozone nach Prognose von Markit auf eine Rezession zu. Die gesamte Privatwirtschaft ist bereits tief unter die Wachstumsschwelle gefallen. Das entsprechende Markit-Barometer markierte im Mai mit 46,0 Punkten den größten Wachstumseinbruch seit Juni 2009. Das Bruttoinlandsprodukt werde im zweiten Quartal voraussichtlich um 0,5 Prozent sinken, sagte Chefvolkswirt Chris Williamson: "Es gibt weiteres Abwärtspotenzial, sollten die Juni-Daten enttäuschend ausfallen."

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