E.ON und RWE vermeiden klares Bekenntnis zu Urankonzern Urenco

Die Energieriesen E.ON und RWE lassen nach der Atomwende in Deutschland eine weitere Beteiligung an dem Urankonzern Urenco offen. "Das kommentieren wir nicht", sagte eine RWE-Sprecherin. Auch E.ON lehnte eine Stellungnahme zu einem niederländischen Zeitungsbericht ab, wonach die AKW-Betreiber den Verkauf ihres gemeinsamen Anteils von einem Drittel an der Urananreicherungsfirma prüfen.

Die Energiekonzerne hätten die Investmentbank Merrill Lynch damit beauftragt, berichtete die Zeitung "Het Financieele Dagblad". Der französische Atomkonzern Areva sei an einem Einstieg bei dem Unternehmen mit Niederlassungen in Großbritannien, den Niederlanden und Deutschland interessiert. Bereits seit längerem gibt es Spekulationen, wonach die beiden größten deutschen Energiekonzerne ihre Beteiligung abstoßen wollen. Die durch die Atomwende und ihr schwächelndes Gasgeschäft unter Druck geratenen Versorger wollen sich bis Ende 2013 von Beteiligungen im Volumen von über zehn Milliarden Euro trennen.

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