E.ON verlässt Wüstenstrominitiative

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Zwei deutsche Gründungskonzerne, E.ON und offenbar die HSH Nordbank, verlassen die Wüstenstrominitiative Desertec zum Ende des Jahres. Weitere Unternehmen prüften, ob sie sich künftig noch an der Initiative beteiligen, berichtete die "Süddeutsche Zeitung" am Freitag.

Der Chef des Projektes, Paul van Son, sagte dem Blatt, Veränderungen im Firmennetzwerk der Initiative habe es immer gegeben und das werde auch so bleiben. Die deutsche Politik sei nach wie vor ein wichtiger Unterstützer, sagte van Son. Durch die Ukraine-Krise kämen erneuerbare Energien und die Zusammenarbeit mit Nordafrika und dem Nahen Osten stärker ins Spiel.

Die 2009 gestartete Initiative Dii soll die Idee umsetzen, in Nordafrika und im Nahen Osten Wind- und Sonnenstrom zu produzieren, der dann teilweise auch nach Europa exportiert wird.

E.ON werde den Ende 2014 auslaufenden Kooperationsvertrag mit der Dii nicht verlängern, sagte ein Unternehmenssprecher der Zeitung. Der Energiekonzern wolle sich auf eigene Vorhaben konzentrieren und dabei auch die Märkte im Bereich erneuerbare Energien in Afrika und im Mittleren Osten mit Interesse verfolgen. Auch die HSH Nordbank habe nach Angaben aus Branchenkreisen ihre Beteiligung gekündigt, berichtete das Blatt.

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Andere Großkonzerne wie der Energiekonzern RWE, der Rückversicherer Munich Re und die Deutsche Bank halten dem Bericht zufolge an der Planungsgesellschaft Dii fest. "Wir glauben an die Vision", sagte ein RWE-Sprecher der Zeitung..

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