Buero

8.3.: Weltfrauentag

Ein Viertel weniger Gage für Managerinnen

Durchschnittlich 40.000 Euro beträgt der Unterschied beim jährlichen Gesamteinkommen im Top-Management. Statt 188.300 Euro kommen Frauen in der ersten Führungsebene - hier sind gerade 7 % der Manager weiblich - nur auf 148.200. Diese Zahlen legte das Wirtschaftsforum der Führungskräfte (WdF) im Vorfeld des Welt-Frauentages vor.

"Seit 28 Jahren erheben wir nun die Managereinkommen", geht WdF-Generalsekretär Roland Graf von einer breiten Datengrundlage aus, "in Summe ist der geschlechtsspezifische Unterschied bei den Führungsgagen ebenso deutlich wie inakzeptabel".

Denn auch in den anderen Führungsebenen herrschen Klischées (Firmenautos erhalten 49 % der Frauen, aber 74 % der Männer) und Benachteiligungen. So leiten Frauen grundsätzlich die kleineren Abteilungen, 35 direkt unterstellte Angestellte gegenüber 68 bei den Männern zeigen dies deutlich.

Leichte Verbesserung, aber weiter Weg zur Gleichstellung

Die gute Nachricht zum Welt-Frauentag 2010 liegt in einer zwar äußerst langsamen, aber doch auf mehreren Ebenen erkennbaren Verbesserung dieser Gehaltsschere, so Graf.

"Bei den Gehaltserhöhungen 2009 erhielten Managerinnen mit 4,8 % mehr als ihre männlichen Kollegen (3,2 %). Zudem steigt der Anteil an Frauen bei den unter 39-jährigen Managern, auch einige Unternehmensbereiche nähern sich der Parität zumindest, so sind etwa 40 % aller Marketingmanager weiblich".

Die im Zuge der Finanzkrise aufgeworfene Frage, ob Managerinnen besser führen, lässt sich zwar nicht beantworten, allerdings ist die Zufriedenheit mit Frauen an der Spitze beachtlich: 94% der Top-Managerinnen haben keinen befristeten Dienstvertrag (gegenüber nur 85 % bei den männlichen Kollegen).