Strompreisanstieg von 0,9 Prozent auf Jahressicht

Strom, Sprit, Gas

Energie um 5,5 Prozent teurer

Ein Haushalt zahlte 2012 im Schnitt 288 Euro im Monat für Energie.

Österreichs Haushalte mussten im Vorjahr für ihre Energierechnung tiefer in die Tasche greifen. Nach Berechnungen der Österreichischen Energieagentur stieg der Energiepreisindex (EPI) im Jahresschnitt um 5,5 Prozent an, nur halb so kräftig wie im Jahr davor, aber mehr als doppelt so stark wie der allgemeine Verbraucherpreisindex (2,5 Prozent). Ohne energierelevante Positionen hätte der VPI 2012 nur um 2,1 Prozent zugelegt.

Insgesamt gaben die heimischen Privathaushalte 2012 mehr als 12,7 Mrd. Euro für Energie aus - das sind im Schnitt monatlich rund 288 Euro pro Haushalt und laut Energieagentur etwa ebenso viel wie im Jahr davor. Mehr als 50 Prozent der energetischen Haushaltsausgaben wurden für Verkehr (Benzin und Diesel) getätigt, rund 26 Prozent entfielen auf Raumwärme und Warmwasser und 22 Prozent auf Strom.

2012 spiegelte der EPI vor allem die Schwankungen bei Heizöl, Superbenzin und Diesel wider. Den größten Beitrag zum Anstieg des EPI lieferte dabei Heizöl mit einem Plus von 8,4 Prozent. Die Preise für Treibstoffe (Diesel und Eurosuper) stiegen im Jahresdurchschnitt um 6,1 bzw. 6,7 Prozent.

Von 2009 bis 2012 stiegen die Haushaltsausgaben für Energie laut Energieagentur um 46 Prozent, wobei der größte Anstieg in den Jahren 2010 und 2011 erfolgte. Auch hier war ein Großteil des Zuwachses auf Preissteigerungen bei Diesel und Eurosuper zurückzuführen. Da der Verbrauch von Eurosuper in dem Zeitraum rückläufig war, wurde die Steigerung der Ausgaben je Haushalt für Eurosuper allein durch Verteuerungen verursacht. Die steigenden Kosten je Haushalt für Diesel seien den gleichzeitigen Verbrauchs- und Preisanstiegen geschuldet, so die Energieagentur.

Im Jahr 2012 legte der Heizölpreis gemessen an den Wachstumsraten der Monatsdurchschnittswerte um 8,4 Prozent zu, deutlich stärker als noch 2011 mit damals 21,4 Prozent Preisschub. Die Diesel-Verteuerung schwächte sich von 20,4 auf 6,1 Prozent ab, der Anstieg beim Eurosuper-Preis von 14,3 auf 6,7 Prozent, vergleicht man die beiden Vorjahre miteinander.

Brennholz verteuerte sich 2012 gegenüber dem Jahresdurchschnitt 2011 um 1,5 Prozent. Holzbriketts verbilligten sich geringfügig um 0,4 Prozent, die Preise für Holzpellets stiegen um knapp 1 Prozent.

Fernwärme verteuerte sich im Jahresschnitt um 8,3 Prozent, Gas um 5,0 Prozent, Strom dagegen nur um 0,9 Prozent.

Eine Analyse der monatlichen Entwicklung zeigt für Heizöl, dass dieser Index nach temporären Höchstwerten im März und September 2012 dann im Dezember auf einen Wert zurückging, der um 1,0 Prozent unter jenem von Jänner 2012 lag.

Der Diesel-Index lag im Dezember 2012 um 0,6 Prozent höher als im Jänner 2012, Superbenzin war im Dezember um 1,1 Prozent teurer als im Jänner.

Leitungsgebundene Energieträger kosteten im Dezember um 2,3 Prozent mehr als im Jänner. Der Fernwärmepreis legte in diesem Zeitraum um 6,9 Prozent zu. Für Gas zahlte man im Dezember um 0,3 Prozent mehr als zu Jahresbeginn, für Strom um 2,1 Prozent mehr.

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