Dramatische Entwicklungen beim Strompreis-Gipfel

1,7 Milliarden fehlen! Wien Energie droht Pleite

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Im Kanzleramt und im Finanzministerium wird nun gerechnet, wie man der Wien Energie unter die Arme greifen kann: ''Es wird wohl auf einen Rettungsschirm hinauslaufen'', so ein Regierungsinsider. 

Dramatische Entwicklungen beim Strompreis-Gipfel am Sonntagabend im Kanzleramt. Wie mehrere Sitzungsteilnehmer gegenüber oe24 bestätigten, soll die Wiener Energie - die bei der Sitzung durch Vorstandschef Michael Strebl vertreten wurde - einen Fehlbetrag von rund 1,7 Milliarden Euro haben. Schon in den vergangenen Monaten dürfte die Stadt Wien dem Energieanbieter Geld zugeschossen haben. Nun müsse aber der Bund aushelfen, sonst droht der Wien Energie die Pleite. Die Folgen wären katastrophal: 2 Millionen Wiener Energiekunden würden Mitten im Winter plötzlich ohne Energieanbieter dastehen. Schuld seien die immensen Energiekosten.

Im Kanzleramt und im Finanzministerium wird nun gerechnet, wie man der Wien Energie unter die Arme greifen kann: „Es wird wohl auf einen Rettungsschirm hinauslaufen“, so ein Sitzungsteilnehmer.

Brunner: "Wien Energie ist in finanzieller Notlage"

Finanzminister Magnus Brunner bestätigte am Abend in der ZiB2 die oe24 Story: "Die Wien Energie ist an uns herangetreten und hat uns über eine finanzielle Notlage berichtet. Wir kennen die genauen Zahlen noch nicht, sind aber zu Gesprächen bereit. Ich bedaure allerdings dass das politische Wien nicht im Kanzleramt dabei war. Die Versorgungssicherheit ist aber gewährleistet." 

Am Abend meldete sich die Wien Energie auf Twitter mit einer Stellungnahme:  

 

Aus der Stadt Wien wurde die Summe, die der Wien Energie fehlt, indessen bestätigt. Schuld seien so genannte "Futures" - die Wien Energie hatte am Strommarkt auf künftige Stromkäufe spekuliert. In den letzten drei Tagen sei der Strompreis dann dramatisch explodiert, das habe dazu geführt, dass die Wien Energie die Verbindlichkeiten nicht mehr bedienen könne.

Stadt und Bund werden nun ein gemeinsames Rettungspaket schnüren, heißt es von Seiten der Stadt Wien. Alleine die Stadt wird rund 2 Milliarden Euro zur Verfügung stellen, mehrere hundert Millionen sollen vom Bund kommen. Bei der Stadt Wien betont man jedoch, dass auch andere Energieanbieter in Österreich betroffen seien.

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