Erzeugerpreise in Deutschland steigen kaum

Lebensmittel sind nicht nur für deutsche Verbraucher, sondern auch auf Produzentenebene empfindlich teurer als vor einem Jahr. Insgesamt erhöhte sich das Preisniveau auf Erzeugerebene im Juli nur um 0,5 Prozent zum Vorjahresmonat, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mitteilte. Das ist im längeren Vergleich ein schwacher Anstieg. Im Monatsvergleich gaben die Produzentenpreise um 0,1 Prozent nach.

Während langlebige Gebrauchsgüter lediglich 0,8 Prozent und Investitionsgüter 0,7 Prozent teurer waren als vor einem Jahr, stiegen die Preise für Verbrauchsgüter um 2,9 Prozent. Insbesondere die Nahrungsmittelpreise zogen mit plus 4,1 Prozent spürbar an. Butter verteuerte sich drastisch um 46,9 Prozent, Milch um 19,2 Prozent. Strom kostete 1,6 Prozent mehr als vor einem Jahr.

Die Erzeugerpreise beeinflussen die allgemeine Teuerung nicht direkt. Sie schlagen erfahrungsgemäß aber mit einiger Verzögerung teilweise auf die Verbraucherpreise durch. Daher gelten sie als Indikator für zukünftige Inflationstendenzen. Auf Verbraucherebene waren die Nahrungsmittelpreise im Juli binnen Jahresfrist um 5,7 Prozent geklettert und damit so rasant wie seit mehr als vier Jahren nicht mehr.

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