EU genehmigt 290 Mio Euro Staatshilfe für belgische Lufthansa-Tochter

Gesamtkonzern wird mit 9 Mrd. Euro gestützt

EU genehmigt 290 Mio Euro Staatshilfe für belgische Lufthansa-Tochter

Gesamtkonzern wird mit 9 Mrd. Euro gestützt - AUA-Hilfen über 450 Mio. Euro schon seit einiger Zeit fix.

Brüssel/Frankfurt. Die EU-Kommission gibt grünes Licht für belgische Staatshilfe zugunsten der Lufthansa-Tochter Brussels Airlines. Die Brüsseler Behörde genehmigte am Freitag das Rettungspaket über 290 Millionen Euro. Das Geld werde helfen, die Folgen der Coronavirus-Pandemie zu überstehen.
 
"Die Beihilfemaßnahme ist notwendig, angemessen und verhältnismäßig, um eine beträchtliche Störung im Wirtschaftsleben eines Mitgliedstaates zu beheben", teilte die Kommission mit.
 
Der gesamte Lufthansa-Konzern muss mit 9 Mrd. Euro vor dem Aus gerettet werden. Die Reisebeschränkungen und die schwindende Nachfrage während der Coronakrise haben den Flugbetrieb fast vollständig lahmgelegt. Die gesamte Branche kommt nur sehr schleppend wieder auf die Beine und fürchtet eine zweite Infektionswelle durch das Virus.
 
Die österreichische Lufthansa-Tochter AUA erhält wie bereits seit einiger Zeit bekannt aus dem österreichischen Staatshaushalt einen Zuschuss von 150 Mio. Euro. Dieses Geld muss die Airline nicht zurückzahlen. Die Rettung umfasst auch eine 150 Mio. Euro schwere Finanzspritze des Eigentümers Lufthansa sowie einen staatlich garantierten Kredit in der Höhe von 300 Mio. Euro. Der Kredit werde in drei Tranchen zu je 100 Mio. Euro im August, September und Oktober ausgezahlt, hieß es Anfang dieser Woche. Das Geld der Lufthansa ist bereits im Juli geflossen.