Eurogruppe lässt Geithner mit Forderung nach mehr EFSF-Geld abblitzen

Die Euro-Gruppe hat US-Finanzminister Timothy Geithner mit seiner Forderung nach deutlich mehr Geld zur Finanzierung und Stabilisierung des EU-Bankensektors sowie zu einer deutlichen Aufstockung des Rettungsschirms EFSF über die geplante 780 Mrd. Euro Garantien hinaus abblitzen lassen.

Trotz des erstmaligen Auftretens eines US-Finanzministers bei der Sitzung der Euro-Gruppe in Wroclaw in Polen gab es kein Ziehen an einem gemeinsamen Strang. Die Euro-Finanzminister stimmten überein, dass die nächste Tranche für Griechenland von 8 Mrd. Euro aus dem 110 Mrd. umfassenden ersten Hilfspaket am 14. Oktober ausbezahlt werden soll.

Bedingung ist, dass die Troika nächste Woche aus Athen mit einer positiven Empfehlung kommt. Sollte dies nicht der Fall sein, werden die EU-Finanzminister bei ihrem nächsten offiziellen Treffen am 3. Oktober neu entscheiden, erklärte Österreichs Vertreterin Maria Fekter. Positiv beurteilte sie die Lage in Portugal und Irland. Beide Länder seien "auf gutem Weg".