Europas Leitbörsen schließen einheitlich im Plus

Die europäischen Leitbörsen sind am Freitag einheitlich mit Gewinnen aus dem Handel gegangen. Der Euro-Stoxx-50 befestigte sich um 44,78 Einheiten oder 1,65 Prozent auf 2.763,68 Zähler. Das ist der höchste Stand seit Juli 2011.

Die positiven Impulse kamen zum Wochenausklang aus den USA: Der amerikanische Arbeitsmarkt hat im April mit einem robusten Stellenzuwachs überrascht. Die Arbeitslosenquote, an die US-Notenbank Fed ihre Zinspolitik gekoppelt hat, ging ebenfalls zurück. Sie sank im April um 0,1 Punkte auf 7,5 Prozent. Vor diesem Hintergrund machten sich unter den Anlegern neue Konjunkturhoffnungen breit, nicht zuletzt auch nach der gestern, Donnerstag, getätigten Leitzinssenkung der EZB. Im Branchenvergleich konnten davon vor allem der Rohstoff- und der Automobilsektor profitieren.

Unterdessen blieb die fortschreitende Berichtssaison im Fokus der Anleger. So konnte Adidas mit seinen Erstquartalszahlen überzeugen, was den Aktien des deutschen Sportartikelherstellers einen kräftigen Kursgewinn von 7,55 Prozent auf 85,50 Euro und damit die Spitzenposition im DAX einbrachte.

Die Fluggesellschaft Air France-KLM ist im ersten Quartal hingegen noch tiefer in die roten Zahlen gerutscht. Die Titel schlossen mit einem Minus von 4,52 Prozent bei 7,64 Euro.

Frisches Zahlenmaterial kam außerdem aus dem Finanzsektor. So bot die skandalerprobte Royal Bank of Scotland (RBS) einen kleinen Hoffnungsschimmer, nachdem die verstaatlichte Bank zum Jahresauftakt dank einer deutlich geringeren Risikovorsorge den ersten Quartalsgewinn seit 2011 verbucht hatte. RBS-Papiere sanken dennoch um über fünf Prozent. Einem Händler zufolge verfehlte das operative Ergebnis die Erwartungen der Experten.