Europas Leitbörsen zu Mittag etwas schwächer

Die europäischen Aktienmärkte haben am Mittwoch im Mittagshandel etwas schwächer tendiert. Die Gewinnwarnungen von der Deutschen Lufthansa und der französischen Vallourec dämmten die Stimmung. Nach den jüngsten Kursanstiegen überraschten Gewinnmitnahmen nicht, sagten Händler. Zudem belastete die Senkung der Wachstumsprognosen durch die Weltbank. Der 50 Euro-Stoxx-50 verlor 0,58 Prozent.

Auf Unternehmensebene rückte die Lufthansa mit einer Gewinnwarnung in den Fokus. Wegen mehrerer Streiks und einer überraschend schwachen Umsatzentwicklung im Passagier- und Frachtgeschäft dürfte der operative Gewinn im laufenden Jahr statt 1,3 bis 1,5 Milliarden lediglich rund 1 Milliarde Euro erreichen, teilte Europas größte Fluggesellschaft mit. Auch das für 2015 und damit für das Ende des Sanierungsprogramms "Score" ausgegebene Gewinnziel von 2,65 Milliarden Euro sei nicht mehr zu halten. Die Aktien der AUA-Mutter brachen um massive 14,31 Prozent ein.

Auch Airbus sorgte für Gesprächsstoff. Ein stornierter Auftrag setzte die Titel des Flugzeugbauers Händlern zufolge unter Druck. Die Fluggesellschaft Emirates Airlines will einen Auftrag über 70 Maschinen des Langstreckenjets A350 stornieren. Die Abbestellung trifft Airbus wenige Monate vor der Auslieferung der ersten A350-Flugzeuge. Die Airbus-Titel verloren 3,84 Prozent an Höhe.

Aktien des Stahlkonzerns Vallourec brachen um etwa zwölf Prozent ein. Die Franzosen hatten angekündigt, dass der Gewinn im laufenden Jahr um bis zu zehn Prozent zurückfallen könnte. Dagegen hatten Analysten auf eine leichte Erholung gesetzt. Sowohl JPMorgan als auch die Credit Suisse senkten daraufhin ihre Einstufungen für die Franzosen.

Papiere der spanischen Textilkette Inditex stiegen um 2,3 Prozent. Die Spanier hatten wegen des starken Euros und der Kosten der Expansion zwar einen Gewinnrückgang erlitten, aber dennoch mehr verdient als von Analysten erwartet.