Europas Leitbörsen zu Mittag mit klaren Gewinnen

Alle Branchen legen zu: Reise-, Bau- und Bankentitel sind sehr stark.

Die europäischen Aktienmärkte haben am Mittwoch zu Mittag einheitlich mit klaren Gewinnen tendiert. Der DAX in Frankfurt notierte um 12.10 Uhr mit 6.275,55 Punkten und einem Plus von 59,72 Einheiten oder 0,96 Prozent. Der FT-SE-100 der Börse London erhöhte sich um 54,0 Zähler oder 0,96 Prozent auf 5.689,74 Stellen.

   Der die 50 führenden Unternehmen in der Europäischen Wirtschafts-und Währungsunion umfassende Euro-Stoxx-50 legte 28,54 Einheiten oder 1,03 Prozent auf 2.787,10 Punkte zu.

   Dass der Bank of Japan weitere Notenbanken folgen könnten und ebenfalls konjunkturbelebende Maßnahmen setzen würden, werteten Marktteilnehmer als positives Signal für die Aktienkurse. Im Verlauf zeigte in Europa eine Branchenbetrachtung alle Sektoren mit positiven Vorzeichen.

   Am stärksten legten durchschnittlich Titel aus den Bereichen Reise, Bau und Banken zu. Im europäischen Referenzindex Euro-Stoxx-50 zogen Deutsche Bank und Saint Gobain mit Kursgewinnen von jeweils zweieinhalb Prozent am stärksten an. Credit Agricole verbuchten einen Kursgewinn von 1,68 Prozent auf 12,07 Euro. BNP Paribas verteuerten sich um 1,49 Prozent auf 53,77 Euro.

   Eine wahre Kursrally legten die Aktien des Billigfliegers Easyjet an den Tag. Die Papiere sprangen nach Passagierzahlen 9,30 Prozent nach oben auf 422,0 Pence. Im September ist die Zahl der Passagiere laut Unternehmensangaben um etwa 8 Prozent und der Sitzladefaktor um 1,2 Prozent auf 89,3 Prozent gestiegen. Für das Gesamtjahr dürfte der Vorsteuergewinn von Easyjet nunmehr über 150 Millionen Pfund liegen und damit höher als die zuvor angepeilte Gewinnspanne von 100 bis 150 Millionen Pfund, kommentierte ein Analyst.

    Ebenfalls an der Börse in London verloren die Aktien des Ölfeldausrüster Wellstream 3,21 Prozent auf 755,0 nach einer gescheiterten Übernahme durch den US-Mischkonzern General Electric (GE). Die Amerikaner hatten sich mit ihrem Übernahmeangebot eine Abfuhr geholt. Die Briten hätten das Angebot von 755 Millionen britischen Pfund (866 Millionen Euro) oder 750 Pence je Aktie in bar abgelehnt, hieß es von GE