Eurozone setzt Erholung leicht abgeschwächt fort

Die Wirtschaft der Eurozone setzt ihre Erholung im Februar leicht abgeschwächt fort. Der Einkaufsmanagerindex für die gesamte Privatwirtschaft fiel zwar um 0,2 auf 52,7 Punkte. Das Barometer hielt sich aber den achten Monat in Folge über der Marke von 50 Zählern und signalisiert damit ein anhaltendes Wachstum, teilte das Markit-Institut am Donnerstag zu seiner Umfrage unter 4.000 Unternehmen mit.

Ökonomen hatten einen leichten Anstieg auf 53,1 Punkte erwartet. "Die Wachstumsabschwächung ist zwar enttäuschend, doch sollten daraus jetzt keine voreiligen Schlüsse gezogen werden", sagte Markit-Chefvolkswirt Chris Williamson. "Denn die Auftragszuwächse sind gerade so gut ausgefallen wie zuletzt Mitte 2011." Für das erste Quartal deute sich damit ein Wirtschaftswachstum von bis zu 0,5 Prozent an. Das wäre der beste Wert seit drei Jahren.

In den beiden größten Volkswirtschaften der Währungsunion ist das Gefälle nach wie vor groß. "Das Wachstum in Deutschland steht in krassem Gegensatz zur neuerlichen Talfahrt in Frankreich, wo die kränkelnde Binnenkonjunktur das gute Exportgeschäft derzeit überkompensiert", sagte Williamson. Damit wachse das Risiko, dass Frankreich im ersten Quartal in die Rezession zurückfalle. In den Krisenländern laufe es hingegen so gut wie seit Anfang 2011 nicht mehr. Dort könne der Aufschwung zusehends an Breite und Nachhaltigkeit gewinnen.

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