EZB dämpft Spekulation über rasche Zinssenkung

Die EZB hat der Debatte über eine rasche Zinssenkung Anfang Oktober die Spitze genommen. "Diese wilden Spekulationen zeigen nur, dass einige Leute ihre Orientierung verloren haben", kritisierte Luxemburgs Notenbankchef Yves Mersch zu einer Nachrichtenagentur MNI.

"Wir haben nur eine Nadel in unserem Kompass", sagte Mersch mit Blick auf das Mandat der EZB hinzu, Preiswertstabilität zu gewährleisten. Maltas Notenbankchef Josef Bonnici betonte im Gespräch mit MNI, die Lage an der Inflationsfront habe sich beruhigt. Die EZB erwartet für dieses Jahr eine Teuerung von 2,6 Prozent und 2012 einen Rückgang auf 1,7 Prozent. Damit würde die von der EZB angepeilte Teuerungsrate von knapp unter zwei Prozent nächstes Jahr wieder unterschritten.

Aus Furcht vor einem Abgleiten der Euro-Zone in eine Rezession waren Spekulationen aufgekommen, dass die EZB bei der auswärtigen Sitzung des Rats am 6. Oktober in Berlin das Ruder herumwerfen und die Zinsen um einen halben Prozentpunkt senken könnte.