EZB-Mitglied Knot schließt griechische Insolvenz nicht aus

Der neue niederländische Notenbankchef Klaas Knot hat als erster EZB-Währungshüter eine Insolvenz Griechenlands nicht ausgeschlossen. "Es ist eines der Szenarien", sagte Knot in einem Interview der Zeitung "Het Financieele Dagblad" (Freitag-Ausgabe). Er sei lange überzeugt gewesen, dass eine Insolvenz nicht notwendig sei. "Aber die Nachrichten aus Athen sind nicht ermutigend."

Er frage sich, ob die Griechen den Ernst der Lage einsähen, wurde Knot zitiert. Der Notenbanker sitzt im Rat der Europäischen Zentralbank. Griechenland ist hoch verschuldet und benötigt dringend Geld aus dem internationalen Rettungspaket, um im Oktober weiter seine Rechnungen bezahlen zu können. Experten plädieren schon länger für eine Insolvenz Griechenlands.