Fallende Verbraucherpreise in fünf Euro-Ländern

In fünf der 18 Euro-Länder fallen die Preise. In Griechenland verbilligten sich Waren und Dienstleistungen im März mit 1,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat am deutlichsten. Auch in Zypern, Portugal, Spanien und der Slowakei ging es nach unten.

Mit harmonisiert 1,4 Prozent hatte Österreich gemeinsam mit Malta die höchste Inflationsrate unter den 18 Euro-Ländern. In der Eurozone insgesamt zogen die Preise mit durchschnittlich 0,5 Prozent so langsam wie seit November 2009 nicht mehr an, als die Weltwirtschaft in der schwersten Krise seit dem Zweiten Weltkrieg steckte. Das schürt Ängste vor einer Deflation, bei der Konsumenten in Erwartung immer weiter fallender Preise ihren Konsum und Unternehmen ihre Investitionen auf die lange Bank schieben.

Die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) - die älteste globale Finanzinstitution - hält die Furcht vor einem Preisverfall in der Eurozone allerdings für übertrieben. "Man kann die Gefahr einer Deflation leicht überschätzen", sagte Chefvolkswirt Claudio Borio der Nachrichtenagentur Reuters. Eine sich selbst verstärkende Abwärtsspirale sei "etwas völlig anderes" als der graduelle Rückgang des Preisniveaus, wie er in einigen Euro-Ländern der europäischen Währungsunion stattfinde.

Vor allem sinkende Energiekosten bremsten den Preisauftrieb. Dazu hat auch der starke Euro beigetragen, der Importe von Rohstoffen wie Öl und Gas verbilligt.