Faymann will Opel-Kauf nicht subventionieren

Die Regierung will den Opel-Kauf durch Magna nicht mitsubventionieren. Nach Finanzminister Pröll und Wirtschaftsminister Mitterlehner lehnte auch Bundeskanzler Faymann am Samstag in der Ö1-Reihe "Im Journal zu Gast" Überlegungen ab, auf diesem Weg das Opel-Werk in Aspern zu retten. Der SPÖ-Chef verwies stattdessen auf die Möglichkeit für Magna, um Staatshaftungen für die Industrie anzusuchen.

Dies könne bis zu 300 Mio. Euro ausmachen. Ein Antrag dazu sei aber noch nicht gestellt worden. Außerdem müsste Magna dafür wie jeder andere Konzern auch Kriterien erfüllen.

Dass Magna drohen könnte, das Werk in Aspern zu schließen, wenn es keine zusätzlichen öffentlichen Zuwendungen gibt, glaubt Faymann nicht: "In dieser Konfrontation stehen wir nicht." Er wisse genau, dass "die Verantwortlichen von Magna nicht in so Erpressungskategorien denken".

Der geplante Jobabbau bei Opel dürfte indessen deutlich größer ausfallen als bisher angekündigt. So will der neue Mehrheitseigener Magna insgesamt 10.500 Stellen abbauen, davon etwa 4.500 in Deutschland, wie die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" am Samstag unter Berufung auf einen Magna-Sprecher berichtete. Er ging damit über Angaben des Hamburger Magazins "Der Spiegel" hinaus, wonach über die bisher genannten 3.000 Stellen in der Produktion noch 1.100 in der Verwaltung gestrichen werden sollten.

Der deutsche Wirtschaftsminister Guttenberg sagte der "Bild am Sonntag", es sei allen Beteiligten bekanntgewesen, dass bisher genannte Zahlen sich nur auf die Produktion bezögen und weiterer Jobabbau in der Verwaltung zu befürchten sei. Der hessische Ministerpräsident Roland Koch sagte der "FAS" zufolge: "Der Stellenabbau wird auch an der Hauptverwaltung in Rüsselsheim nicht spurlos vorübergehen."

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