Schnee

Wiener Börse

ATX gibt 0,5 Prozent nach

Der ATX konnte am Dientag nicht mit dem internationalem Umfeld mithalten.

Die Wiener Börse hat die Sitzung am Dienstag bei durchschnittlichem Volumen mit etwas tieferen Notierungen beendet. Der ATX fiel 14,61 Punkte oder 0,51 Prozent auf 2.823,26 Einheiten. Damit lag die tatsächliche Entwicklung des Leitindex rund zwölf Punkte unter der heutigen Händlerprognose im APA-Konsensus von 2.835 Punkten. Zum Vergleich die wichtigsten Börsenindizes um 17.30 Uhr MEZ: Dow Jones/New York +0,53 Prozent, DAX/Frankfurt -0,02 Prozent, FTSE/London +0,39 Prozent und CAC-40/Paris +0,15 Prozent.

Der ATX musste am Dienstag wieder etwas an Terrain abgeben. Nach dem freundlichen Wochenauftakt konnte der heimische Leitindex mit dem freundlichen internationalen Umfeld diesmal nicht ganz Schritt halten. Marktteilnehmer begründeten die schwächere Tendenz vor allem mit "Gewinnmitnahmen bei einigen Titeln".

Insgesamt gestaltete sich das Geschäft jedoch schon vorweihnachtlich ruhig und umsatzschwach. Die Meldungslage blieb bis auf einige Analystenkommentare dünn. Die in Europa und den USA veröffentlichten Konjunkturdaten konnten keine nennenswerten Impulse bringen.

Rohstoffwerte zählten europaweit zu den größeren Verlierern. In Wien korrigierten voestalpine 1,13 Prozent nach unten auf 35,40 Euro. Auch Strabag und Wienerberger kamen nach der guten Vortagesperformance etwas zurück. Strabag-Titel büßten 0,80 Prozent auf 20,56 Euro ein und Wienerberger schlossen 2,16 Prozent tiefer bei 14,52 Euro.

Intercell konnten sich nach dem Kurseinbruch um gut 40 Prozent vom Vortag etwas stabilisieren und gaben leicht um 0,50 Prozent auf 9,95 Euro ab. Die Erste Group hat ihr Kursziel von 22 auf 12 Euro gekappt. Goldman Sachs hat die Bewertung von Intercell ausgesetzt.

Die Aktien des Flughafen Wien verschlechterten sich nach Vorlage von Verkehrszahlen geringfügig um 0,14 Prozent auf 47,88 Euro. Die heimischen Bankwerte zeigten kein klares Bild. Während Raiffeisen Bank 0,22 Prozent auf 41,69 Euro verloren, konnten sich Erste Group um 0,73 Prozent auf 33,99 Euro steigern.

Die Analysten von Goldman Sachs haben das Kursziel für die Erste Group von 47 auf 46 Euro gekürzt und die Kaufempfehlung bestätigt. Für die Titel der Raiffeisen Bank wurde das Kursziel von 40 auf 45 Euro erhöht und die "neutral"-Einstufung beibehalten.

Telekom Austria rutschten 1,28 Prozent ins Minus auf 10,44 Euro. Die Analysten der Deutschen Bank haben ihr Kursziel von 12,4 auf 10,8 Euro gekürzt. Für die OMV wurde seitens der Credit Suisse das Kursziel von 28 auf 32,50 Euro nach oben revidiert. Die Aktien des Ölkonzerns verloren dennoch 1,07 Prozent auf 28,54 Euro.