ATX Wiener Börse

Wiener Börse

ATX schafft im Späthandel Kehrtwende

Der ATX stieg 4,78 Punkte oder 0,22 Prozent auf 2.148,14 Einheiten

Die Wiener Börse hat am Montag mit leicht höheren Kursen geschlossen. Der ATX stieg 4,78 Punkte oder 0,22 Prozent auf 2.148,14 Einheiten. Damit lag die tatsächliche Entwicklung des Leitindex rund 17 Punkte unter der heutigen Händlerprognose im APA-Konsensus von 2.165 Punkten.

   Zum Vergleich die wichtigsten Börsenindizes um 17.30 Uhr: DAX/Frankfurt +0,56 Prozent, FTSE/London +0,38 Prozent und CAC-40/Paris +0,22 Prozent.

   Ähnlich der Kursentwicklung am Freitag drehte der ATX nach Verlusten am Vormittag im Späthandel in die Gewinnzone. Fundamentale Impulse waren heute keine vorhanden, Händler sprachen von einer leicht positiven Grundstimmung aufgrund der Hoffnung auf geldpolitische Lockerungen durch die Europäische Zentralbank (EZB).

   Mittlerweile rechne der Großteil der Marktteilnehmer damit, dass die EZB am Donnerstag ein groß angelegtes Anleihenkaufprogramm beschließen wird, hieß es aus dem Handel. Am heutigen Handelstag fehlten zudem die US-Investoren am Markt, da die Wall Street wegen des "Martin Luther King Day" geschlossen blieb.

   Zu den heimischen Unternehmen blieb die Meldungslage ebenfalls dünn. Neue Analystenstimmen gab es zu den heimischen Ölwerten. Nach dem jüngsten Ölpreisverfall waren diese überwiegend negativ. Die Wertpapierexperten von JPMorgan haben das Kursziel für den heimischen Mineralölkonzern OMV von 25,00 auf 21,00 Euro gekürzt. Die Empfehlung "Underweight" bleibt. OMV-Aktien verbilligten sich 0,67 Prozent auf 22,18 Euro.

   Die Analysten der Berenberg Bank haben indessen die Bewertung des Ölfeldausrüsters Schoeller-Bleckmann (minus 2,81 Prozent auf 54,27 Euro) mit einer "Sell"-Empfehlung wieder aufgenommen. Das Kursziel sehen sie bei 45,00 Euro.

   Bei den Versorgern ist die Societe Generale wieder optimistischer für die Aktien des Verbund. Bei unverändertem "Buy"-Votum wurde das Kursziel von 19,80 auf 25,00 Euro erhöht. Das aktuell niedrige Strompreisniveau würde zwar vor allem in Deutschland belasten, der Verbund sei aber der sauberste Energieproduzent im Sektor und würde daher von einer erfolgreichen Reform im EU-Emissionshandel am meisten profitieren. Die Versorger-Titel sanken 0,42 Prozent auf 15,46 Euro. EVN zogen dagegen 0,80 Prozent auf 10,09 Euro an.

   Die schwergewichteten Bankwerte tendierten ebenfalls in unterschiedliche Richtungen. Raiffeisen kletterten 1,10 Prozent auf 10,11 Euro nach oben, während Erste Group 0,62 Prozent auf 19,25 Euro nachgaben.