Börse Tokio schließt mit Zugewinnen

Japan

Börse Tokio schließt mit Zugewinnen

Der Nikkei-225 Index verbesserte sich um 208,87 Punkten oder 1,20 Prozent.

Der Tokioter Aktienmarkt hat am Freitag in einem uneinheitlichen Umfeld mit recht klaren Kursgewinnen geschlossen. Der Nikkei-225 Index verbesserte sich um 208,87 Punkten oder 1,20 Prozent auf 17.572,49 Zähler. Der Topix Index gewann um 13,82 Punkte oder 0,99 Prozent auf 1.407,50 Einheiten. 1.170 Kursgewinnern standen 624 -verlierer gegenüber. Unverändert notierten 139 Titel.

Nach schwächerem Verlauf drehten die japanischen Aktienmärkte noch klar ins Plus. Marktteilnehmer verwiesen zur Begründung auf Medienberichte, wonach die japanische Zentralbank negative Zinsen auch für die Kreditvergabe erwägt. Diese könnten dann eingeführt werden, sollte der Strafzins für Einlagen bei der Zentralbank verschärft werden, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf mehrere Insider.

Die Finanzinstitute müssen derzeit auf einige ihrer bei der Bank von Japan geparkten Reserven eine Zwangsgebühr von 0,1 Prozent zahlen. Das Kalkül dahinter: Geldhäuser sollen mehr Kredite vergeben und weniger Geld horten, um so Konjunktur und Inflation anzuschieben. Unterstützung für die Aktienkurse kam zudem von dem schwächer tendierenden Yen, der bei exportorientierten Werten für Auftrieb sorgte.

So konnten die meisten Aktien aus dem Automobil-Sektor Kursgewinne einfahren. Isuzu Motors legten um 2,42 Prozent zu und Mazda Motor gewannen 2,37 Prozent. Nissan beschleunigten um 1,7 Prozent und die Anteilsscheine von Toyota tendierten um 1,6 Prozent fester.

Gegen den Trend stürzten die Aktien von Mitsubishi Motors um 13,5 Prozent ab. Die US-Verkehrsaufsicht nimmt im Skandal um geschönte Verbrauchswerte den Autobauer unter die Lupe. Die Behörde NHTSA teilte am Freitag mit, den Pkw-Hersteller um Informationen über Fahrzeuge gebeten zu haben, die in den USA verkauft worden seien. Weitere Angaben machte die NHTSA zunächst nicht. Sieben Monate nach Bekanntwerden des Abgasskandals bei Volkswagen hatte Mitsubishi am Mittwoch Tricks bei Tests zum Treibstoffverbrauch eingeräumt.

Um 1,73 Prozent tiefer schlossen Sony. Der Elektronik-Riese bekommt die geringere Nachfrage nach Kameramodulen für Smartphones zu spüren. Der Konzern verfehlte deswegen im Geschäftsjahr 2015/16 sein Ergebnisziel.