Nationalbank-Chef

Kocher: Im September steigen Zinsen wohl

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OeNB-Gouverneur Kocher stellt klar: "Sollte es notwendig sein, die Zinsen zu erhöhen, um unser mittelfristiges Ziel zu erreichen, so wird das passieren."
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Der Chef der Oesterreichischen Notenbank (OeNB), Martin Kocher, hält eine Zinserhöhung der Europäischen Zentralbank (EZB) im September bei anhaltendem Inflationsdruck für möglich. "Sollte es notwendig sein, die Zinsen zu erhöhen, um unser mittelfristiges Ziel zu erreichen, so wird das passieren", erklärte Gouverneur und EZB-Ratsmitglied im EZB-Rat in einem am Freitag veröffentlichten Blogbeitrag.

Die EZB strebt mittelfristig eine Inflationsrate von zwei Prozent an. Einen Automatismus nach der jüngsten Zinspause gebe es jedoch nicht. "Sollte es nicht notwendig sein, die Zinsen zu erhöhen, dann wird es auch keine Erhöhung im September geben", betonte Kocher.

Einlagensatz bei 2,25 Prozent

Die Zinserhöhung im Juni, die Kocher angesichts der damals verschlechterten Inflationsaussichten verteidigte, habe den Währungshütern den nötigen Spielraum für eine sorgfältige Analyse der weiteren Entwicklung verschafft. Die Notenbank-Sitzung im September sei nun von besonderer Bedeutung, da bis dahin neue Inflationsdaten und eine aktualisierte Prognose vorlägen.

Die EZB hatte am Donnerstag ihren am Finanzmarkt maßgeblichen Einlagensatz bei 2,25 Prozent belassen. Die geldpolitische Ausrichtung bleibe datenabhängig, betonte Kocher. Dies bedeute jedoch nicht, dass alle Optionen gleich wahrscheinlich seien. Neben dem Ölpreis rückten nun vor allem die Entwicklungen am Gasmarkt, bei den Lebensmittelpreisen sowie bei den Löhnen im Euroraum in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit.

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