Der Aufwärtstrend geht in New York weiter

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Die US-Börsen haben am Dienstag nach einer kurzen Verschnaufpause zum Wochenstart ihren Aufwärtstrend fortgesetzt. "Die Anleger schenken der Möglichkeit, dass die Rezession hinter uns liegt, langsam etwas mehr Glauben", sagte ein Händler in New York. Nun liege der Fokus auf der morgigen Zinsentscheidung der US-Notenbank sowie dem anstehenden G20-Treffen.

Unter den Spitzenreitern im Dow Jones waren Aktien der Bank of America mit plus 2,09 Prozent auf 17,61 Dollar. Die US-Bank verlässt den Schutzschirm des Staates, der sie vor Milliardenverlusten bei Wertpapieren schützen sollte. Für die Garantieleistungen werde sie 425 Mio. US-Dollar an das Finanzministerium, die Notenbank und die Einlagensicherung bezahlen, teilte die Bank am Montagabend mit. Positiv reagierte auch Analyst Richard Bove von Rochdale Securities. Er lobte die neue Finanzkraft der Bank.

Abseits des Leitindex waren Titel des Konkurrenten Citigroup mit plus 4,97 Prozent auf 4,65 Dollar ebenfalls gefragt. Der größte Staatsfonds Singapurs, GIC, hat seinen Anteil an der einst weltgrößten Bank auf unter fünf Prozent gesenkt. Damit nutzt der Fonds die zuletzt deutliche Erholung und kassiert einen Gewinn von 1,6 Mrd. Dollar. Ein Analyst begründete den Kursanstieg damit, dass die Anteilsreduzierung nun den Verkaufsdruck aus der Aktie nehme.

Als einer der schwächsten Werte im Dow Jones präsentierten sich Kraft Foods mit minus 0,97 Prozent auf 26,49 Dollar. Bei dem britischen Süßwarenhersteller Cadbury scheint einem Bericht des "Wall Street Journal" (WSJ) zufolge allmählich der Widerstand gegen eine Übernahme durch den US-Lebensmittelkonzern zu bröckeln. In einem Gespräch mit der Zeitung räumte Cadbury-Chef Todd Stitzer Synergien bei einer Verschmelzung der beiden Firmen ein. Analysten zufolge könnte es sein, dass Kraft zwischen 850 und 900 Pence je Aktie für eine Übernahme aufbringen müsse. Damit könne das Kreditrating noch gehalten werden. Komme die Kraft-Aktie aber unter Druck, könne es eng werden. Der weltweit zweitgrößte Lebensmittelkonzern hatte vor drei Wochen ein feindliches Übernahmeangebot gemacht und mehr als 10 Mrd. Pfund oder 745 Pence je Cadbury-Aktie geboten.

Schlusslicht waren jedoch Home Depot mit minus 1,85 Prozent auf 27,62 Dollar. Die Titel der weltgrößten Baumarktkette wurden von Aussagen des Konkurrenten Lowe's Companies belastet. Dieser erwartet für das kommende Jahr Gewinne, die hinter den Markterwartungen zurückbleiben könnten, was die Aktien um 4,01 Prozent auf 21,07 Dollar nach unten schickte.

Bei den Technologiewerten waren Palm mit plus 7,02 Prozent auf 17,07 Dollar gefragt. Händlern zufolge gibt es Spekulationen, dass Nokia an dem Taschencomputer-Hersteller interessiert sei. Analysten waren sich uneins, ob eine Übernahme sinnvoll wäre. "Palm zu kaufen würde Nokia zwar einige Kunden bringen, es wäre aber keine Garantie für Erfolg", sagte ein Experte. Zudem käme es stark auf den Preis an. Beide Unternehmen lehnten einen Kommentar ab.

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