Europas Börsen eröffnen uneinheitlich

Verglichen mit den Abschlägen von Montag zeigten sich die Leitindizes heute stabil. Euro-Stoxx-50 -0,14 %.

Gegen 10.10 Uhr notierte der DAX mit einem Minus von 0,12 %. In London verlor der FTSE 0,01 %. Dort gewannen die Aktien des Ölkonzerns British Petrol (BP) 4,66 % auf 593,50 Pence und kletterten somit an die Spitze des FTSE. Im dritten Quartal hat das Unternehmen einen Gewinn zu Wiederbeschaffungskosten von knapp 5,0 Mrd. US-Dollar erwirtschaftet und übertraf somit die Markterwartungen. Das ist zwar nur die Hälfte dessen, was die Briten vor einem Jahr in der Kasse übrig behalten haben, im zweiten Quartal war der Gewinn jedoch auf 3,1 Mrd. Dollar zusammengeschmolzen.

Im Sog der Aufschläge bei BP konnten auch andere Ölwerte zulegen. An der Spitze des Euro-Stoxx-50 verteuerten sich Total um 1,95 % auf 42,675 Euro, Repsol stiegen um 1,03 % auf 18,63 Euro.

In Madrid verloren die Aktien der spanischen Großbank Banco Bilbao Vizcaya Argentaria (BBVA) 1,52 % auf 12,30 Euro. In den ersten 9 Monaten hat der Finanzkonzern 4,18 Mrd. Euro verdient. Im Vorjahr wurde noch ein Plus von 4,5 Mrd. Euro eingefahren. Der Anteil der faulen Kredite stieg gegenüber Ende Juni auf von 3,2 auf 3,4 Prozent. Börsianern zufolge fielen die Zahlen im Großen und Ganzen im Rahmen der Erwartungen aus.

In Kopenhagen sprangen die Anteilsscheine von Vestas Wind um 7,67 % auf 358,00 dänische Kronen nach oben. Im dritten Quartal konnte ein Überschuss von 165 Mio. Euro erwirtschaftet werden, Analysten hatten mit einem Wert von lediglich rund 120 Mio. Euro gerechnet.

In Amsterdam verloren die Titel des niederländischen Chemiekonzerns Akzo Nobel 5,24 Prozent auf 42,445 Euro. Im dritten Quartal hat das Unternehmen mehr verdient als Vorjahr. Das EBIT sowie Sondereffekte ist dank der Sparprogramme im Vergleich zum Vorjahr um 4 Prozent auf 391 Mio. Euro gestiegen. Damit übertraf Akzo Nobel die Schätzungen der Analysten. Zur Begründung der Kursverluste verwiesen Marktbeobachter auf den fehlenden Ausblick für das Gesamtjahr.

Unter Druck standen neuerlich die Finanzwerte. So notierten am Ende des Euro-Stoxx-50 die Aktien der Societe Generale, Credit Agricole und Intesa Sanpaolo. Schwächster Werte waren ING Groep mit einem deutlichen Kurseinbruch von 9,42 % auf 8,66 Euro. Nach der Ankündigung einer Kapitalerhöhung hatten die ING-Werte bereits am Montag 18,00 % eingebüßt.