Europas Börsen kaum verändert

10.35: DAX -0,10 %. FTSE -0,17 %. Euro-Stoxx-50 -0,08 %. Warten auf US-BIP.

Sehr gespannt warten die Marktteilnehmer auf die am frühen Nachmittag zur Vorlage anstehenden Zahlen zur Wirtschaftsleistung in den USA. Volkswirte erwarten im dritten Quartal ein Plus beim Bruttoinlandsprodukt von 3,2 Prozent auf Jahressicht. In Europa stand indessen die Flut an Unternehmensergebnissen im Fokus.

Die größten Abschläge mussten europaweit die Ölwerte hinnehmen. Marktbeobachter verwiesen auf die Zahlenvorlagen bei Shell und der italienischen Eni. Der größte europäische Ölkonzern Shell hat im dritten Quartal einen Gewinnrückgang von 62 Prozent erlitten. Der Nettoertrag ging im Zeitraum von Juli bis September auf 3,25 Mrd. Dollar zurück. Shell rutschten um 3,72 % auf 1.840 Pence ab.

Der italienische Energiekonzern Eni musste in den ersten drei Quartalen 2009 einen massiven Gewinnrückgang hinnehmen. Der Nettoüberschuss brach gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 59 % auf 3,98 Mrd. Euro ein. Allein im dritten Quartal sank der Nettogewinn um 57,8 % auf 1,24 Mrd. Euro. Eni gaben am Ende des Euro-Stoxx-50 um 3,36 % auf 16,97 Euro ab.

Bankenwerte unterstützten die Indizes. ING Groep (plus 6,81 % auf 9,118 Euro), BNP Paribas (plus 1,04 % auf 52,66 Euro) und Societe Generale (plus 1,33 % auf 44,14 Euro) zählten zu den größten Gewinnern an den Aktienmärkten Europas.

Kräftige Kursgewinne verbuchten in London die Titel von Lloyds, die um 4,13 % auf 83,3 Pence vorrückten. Der britische Finanzminister Alistair Darling wird der teilverstaatlichten Bank einem Bericht zufolge einen Markttest ihrer Pläne für eine Kapitalerhöhung erlauben.

Auch die France Telecom hat Zahlen für das dritte Quartal vorgelegt und einen geringeren Umsatz und Gewinn ausgewiesen als vor einem Jahr. Der Umsatz sank um 6,6 % auf 12,7 Mrd. Euro, beim Betriebsergebnis (Ebitda) ging es um 8,0 % zurück. Die Titel ließen um 0,31 % auf 17,705 Euro nach.

In Frankfurt rückten die Aktien des weltgrößten Chemiekonzerns BASF in den Fokus der Anleger. Trotz einer Stabilisierung des Geschäfts im dritten Quartal geht der Konzern für das Gesamtjahr weiterhin von einem starken Rückgang bei Umsatz und Ergebnis aus. Im dritten Quartal verdiente BASF 237 Mio. Euro nach 758 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. BASF notierten um 1,43 % schwächer bei 36,47 Euro.