Europas Börsen schließen einheitlich fester

Ein unerwartet starker Start der US-Berichtssaison beflügelte weltweit die Indizes.

Die Zinsentscheidungen der EZB und der Bank of England - beide beließen ihren Leitzinssatz unverändert - wurden von Teilnehmern als "Non-Events" bezeichnet.

Die wichtigsten europäischen Aktienmärkte haben am Donnerstag den dritten Handelstag in dieser Woche mit festeren Kursen geschlossen. Ein unerwartet starker Start der US-Berichtssaison beflügelte weltweit die Indizes. Die Zinsentscheidungen der EZB und der Bank of England - beide beließen ihren Leitzinssatz unverändert- wurden von Teilnehmern als "Non-Events" bezeichnet.

Der Aluminiumhersteller Alcoa, der traditionell den Reigen der US-Ergebnispräsentationen eröffnet, ist überraschend in die Gewinnzone zurückgekehrt.

So waren denn auch die Rohstoffwerte im Branchenvergleich des Stoxx-600 die stärksten Werte. Sie legten im Durchschnitt um 3,82 % zu. Automobilhersteller folgten dahinter mit einem durchschnittlichen Aufschlag von 3,29 %. Als einzige Verlierer nach Sektoren zeigten sich die Immobilienwerte. Nur gering dazu gewinnen konnten die Aktien der Telekomunternehmen.

ThyssenKrupp gewannen im Sog der Alcoa-Ergebnisse 4,04 % auf 23,96 Euro und Salzgitter stiegen um 2,71 % auf 68,30 Euro. Im britischen "Footsie" standen Minenwerte weit oben auf den Einkaufslisten der Anleger, allen voran Kazakhyms mit plus 4,92 % auf 1.152 Pence.

Auch Finanztitel waren überwiegend weiter gefragt. ING sprangen an der Spitze des Euro-Stoxx-50 um 6,20 % auf 12,495 Euro an, Anteile der Banco Bilbao Vizcaya Argentaria (BBVA) verbesserten sich um 2,11 % auf 12,345 Euro. Die Citigroup hatte ihr Votum für die BBVA von "Hold" auf "Buy" angehoben und das Kursziel von 12 auf 14 Euro aufgestockt. Die Bank gehöre mit Santander zu den größten Finanzinstituten Lateinamerikas, einem Markt, dem Analyst Ronit Gose eine deutliche Erholung zutraut. Gerade Mexiko als bisheriger Grund zur Vorsicht werde im zweiten Halbjahr Brasilien auf den Wachstumspfad folgen und biete Überraschungspotenzial. Santander legten nach einer Kurszielerhöhung um 0,14 % auf 11,075 Euro zu.

Weitere Umstufungen und Studien wiederum wurden am Schweizer Aktienmarkt mit Interesse aufgenommen: So kletterten ABB nach einer frischen Kaufempfehlung der UBS um 4,32 % auf 21,26 Franken, Syngenta zogen nach einem "Overweight"-Votum von JPMorgan um 3,72 % auf 248,30 Franken an.